Fashion Revolution Week 2026
Aktionswoche vom 18. bis 25. April mit Film, Pubquiz, Workshops, Repair Café und Kleidertauschpartys

Mit einem Berg aus Altkleidern mitten in der Innenstadt startet Fashion Revolution Darmstadt in die diesjährige Fashion Revolution Week. Vom 18. bis 25. April 2026 organisiert das Bündnis aus lokalen Initiativen eine Reihe von Veranstaltungen, die auf die sozialen und ökologischen Folgen der globalen Modeindustrie aufmerksam machen und Alternativen zu Fast Fashion vorstellen.
Den Auftakt der Fashion Revolution Week bildet eine eindrucksvolle Aktion auf dem Luisenplatz am Samstag, 18. April, von 11 bis 14 Uhr. Ein „Kleiderberg“ aus Altkleidern mitten in der Innenstadt verdeutlicht symbolisch die enorme Menge an Kleidung, die weltweit produziert und entsorgt wird. Der Kleiderberg soll nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch einen Dialog über die Herausforderungen und möglichen Alternativen in der Modewelt eröffnen. Die Organisatoren möchten die Passanten dazu auffordern, Marken und Händler zu fragen, wer ihre Kleidung unter welchen Bedingungen hergestellt hat und wo ihre aussortierten T-Shirts und Hosen am Ende landen.
„Who made my clothes?“ ist die Frage, die hinter allem steht.
Sie wird den Darmstädter*innen auch währen und vor der Woche bei ihren Shoppingtouren durch die Stadt öfter begegnen, wenn sie die Schaufenster verschiedener Geschäfte betrachten. Denn: Mindesten sechs Ladengeschäfte in Darmstadt werden ein T-Shirt mit dem Schriftzug und Motto der Aktionswoche „Who made my clothes?“ präsentieren. Mit dabei sind vor allem Second-Hand- und Buchläden.
Eine der Personen, die unsere T-Shirts herstellt, könnte die (fiktive) junge Näherin Shimu aus Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sein. Ihre Geschichte wird am Sonntag, 19. April, um 20 Uhr im Agora in dem Spielfilm „Made in Bangladesh“ erzählt. Im Anschluss berichtet Andreas Wulf von medico international, frisch aus dem südasiatische Land zurückgekehrt, in einem Podiumsgespräch über die Gesundheitsarbeit des medico-Partners Gonoshasthaya Kendra mit Beschäftigten in den Textilfabriken Bangladeschs.
Auch Mitmachen ist gefragt: Beim Pub Quiz zu Fast Fashion am Montag, 20. April, um 19.30 Uhr im Gastspielhaus (Heinheimer Straße 53, Riegerplatz) können Teilnehmende ihr Wissen rund um Mode, globale Lieferketten und nachhaltige Alternativen testen.
Weitere Veranstaltungen setzen auf praktische Lösungen
- 22. April, 15.30 bis 20 Uhr: Repair Café bei Garngeflüster – Kleidung reparieren statt wegwerfen. Kaupstraße 42, 64289 Darmstadt
- 23. April, 16 bis 19 Uhr: Workshopabend im KAGEL – Drei verschiedene Workshops zu nachhaltiger Mode und kreativem Umgang mit Textilien (Siebdruck, Fashion Upcycling und textile Handarbeit). Kaufhaus der Gelegenheiten (KAGEL), Pallaswiesenstr. 122
- 24. April, 18.30 bis 21 Uhr: After-Work-Kleidertauschparty im Heiner-Lehr-Zentrum mit Musik, Cocktails und Foodsharing sowie Upcycling- und Strickworkshop. Heiner-Lehr-Zentrum, Kopernikusplatz 1
- 25. April, 14 bis 17 Uhr: Kleidertauschparty, Nähwerkstatt, Kurzfilme, Ausstellung im Glaskasten. Café Glaskasten, h_da, Schöfferstr. 3
Alle Angebote sind kostenlos. Spenden sind willkommen.
Im Vorfeld der Aktionswoche wird bereits vom 30. März bis 10. April eine Ausstellung von Fashion Revolution Germany im Justus-Liebig-Haus gezeigt. Auf bunten Bannern werden fünf Themen behandelt: 1. Was ist Fashion Revolution?, 2. Mode und Klima, 3. Arbeitsbedingungen, 4. Altkleider, Second-Hand & Circular Fashion, 5. Konsumverhalten, Alternativen & Lösungen. Eindrucksvolle Bilder von Greenpeace werden die theoretischen Informationen ergänzen. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek besucht werden.
Hintergrund
Die Fashion Revolution Week findet weltweit rund um den Jahrestag des Einsturzes der Textilfabrik Rana Plaza im Jahr 2013 statt, bei dem über 1.100 Menschen ums Leben kamen. Die Aktionswoche setzt sich für mehr Transparenz in der Modeindustrie, faire Arbeitsbedingungen und einen bewussteren Umgang mit Kleidung ein. Im Bündnis Fashion Revolution Darmstadt sind unter anderem folgende Organisationen vertreten: Amnesty International Darmstadt, der AStA der Hochschule Darmstadt, der EAD, Greenpeace Darmstadt, die Micha Initiative Darmstadt und der Weltladen Darmstadt (Solidarisch Handeln e.V.)
Die Fashion Revolution Week in Darmstadt wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.









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