Inspiration

Ran ans Eingemachte | Frisches länger haltbar machen

Einmachen liegt wieder voll im Trend: feine Marmeladen, leckere Chutneys, Liköre, süß-saurer Kürbis oder salzige Zitronen eingemacht. Ein kulinarischer Trend, der schnell und einfach zu lernen ist. Da beim Einkochen beinahe keinen Grenzen gesetzt sind, macht es auch besonders Spaß und führt einfach zum Erfolg! Zudem ist es eine praktische Lösung, um Lebensmittel länger haltbar zu machen.

Einmachen oder Einkochen

Beim Einmachen gibt es vier Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, würzig. Beim sauren Einmachen wird ein Essig-Sud zur Konservierung genutzt (Gurken, Mixed Pickles). Beim salzigen Einmachen werden die Zutaten im Einmachglas mit einem Sud aus stark gesalzenem Wasser begossen (Soleier, Salzzitronen). Das würzige Einlegen in Öl ist typisch für mediterrane Länder, die dafür meist Olivenöl verwenden (Paprika, Tomaten, Zucchini). Das Öl schließt das Eingelegte luftdicht ab und konserviert die sommerlichen Aromen der Gemüsearten. Beim süßen Einmachen werden die Zutaten entweder direkt mit Zucker oder Gelierzucker erhitzt und noch heiß in Einmachgläser gefüllt (Marmeladen). Grundsätzlich gilt, dass die Lebensmittel gekocht und anschließend in sterile und luftdichte Gläser abgefüllt werden. Fertig ist das Eingemachte. Beim Einkochen werden die Lebensmittel im Glas in einem Wasserbad erhitzt. Dadurch dehnen sich Luft und Wasserdampf im Glas aus und es entsteht ein Überdruck – beim Abkühlen ziehen sich Luft und Wasserdampf zusammen und es entsteht ein Vakuum.

Gut vorbereiten

Obst oder Gemüse wird soweit vorbereitet, wie es später verwendet werden soll. Gemüse schälen, kleinschneiden und putzen, Druckstellen oder braune Stellen unbedingt entfernen, Obst (wie Kirschen oder Zwetschgen) entkernen/entsteinen. Einmachgläser sollten unversehrt sein. Angeschlagene Gläser am besten direkt aussortieren.

Kein Platz für Langeweile

Ob Obst, Gemüse, Saucen, Suppen, Eintöpfe oder sogar Fleischgerichte: Das Einkochen und Einmachen bietet beinahe unendliche Möglichkeiten. Das Experimentieren mit verschiedenen Zutaten, Gewürzen oder Einmach-Methoden ist ausdrücklich erlaubt.


Mango-Chutney

Zutaten:

1 TL schwarze Pfefferkörner
2 Knoblauchzehen
10 g Ingwer, frisch, in dünnen Scheiben
1 frische Chilischote, rot
80 g Zwiebeln, halbiert
20 g Wasser
250 g Rohrohrzucker
2 Mangos, reif, geschält, entkernt, in Stücken (ca. 600 – 650 g Fruchtfleisch)
60 g Apfelessig
60 g Weißweinessig
1 TL Salz
½ TL Kurkuma
80 g Sultaninen
1 TL Schwarzkümmel-Samen

Zubereitung:

Peffer in der Pfanne rösten und dann zerstoßen. Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebeln schön klein schneiden.
Alles in einen Topf geben, dazu Wasser und Zucker und das Ganze gut fünf Minuten stark erhitzen, dabei umrühren. Anschließend die Mangos, Apfelessig, Weißweinessig, Salz, Kurkuma, Sultaninen und den Schwarzkümmel dazugeben und 40 Minuten schön heiß kochen. Dabei immer wieder rühren. Wem das Chutney noch zu stückig ist, kann kurz den Mixstab reinhalten. Das Chutney heiß in Twist-off-Gläser füllen und 10 Minuten auf den Deckel drehen.

Tipp:

Das Mango-Chutney passt super zu gegrilltem Fleisch, zu einem Ziegenkäse oder auch für ein Mango-Chicken-Curry.