Inspiration

O du Fröhliche!

Ein Beitrag von Anke Breitmaier

So kann Ihr Weihnachtsfest nachhaltiger werden

Ein Beitrag von Anke Breitmaier

Der 24. Dezember kommt doch jedes Mal schneller als wir denken. Laufen bei Ihnen die Festvorbereitungen schon auf vollen Hochtouren? Alle Jahre wieder will der Baum besorgt, die Gästeliste erstellt und das Feiertagsmenü geplant werden. Vieles ist Standard. Sicherlich haben auch Sie und Ihre Familie ganz eigene Rituale. Und natürlich Wünsche, wie Weihnachten ablaufen soll. Nicht immer sind es die großen Geschenke, die uns dabei die meiste Freude bereiten. Oft sind es Kleinigkeiten wie intensive Gespräche und ausgedehnte gemeinsame Mahlzeiten, die uns glücklich machen. Je achtsamer wir diesen Erlebnissen begegnen, umso bewusster können wir sie genießen.

Dieses Jahr wird vielleicht einiges ein bisschen anders. Die Ereignisse der vergangenen Monate haben mal wieder eindrücklich gezeigt, wie schnell sich die Zeiten ändern können und dass nicht alles, was wir für selbstverständlich erachten, es auch ist und bleibt. Corona ist noch nicht aus der Welt, der Ukraine-Krieg hat Auswirkungen auf uns alle und die Energiekrise wird uns vermutlich länger zu schaffen machen. Umso wichtiger ist es, dankbar zu sein für das Gute und es wertzuschätzen.

Das sollte uns nachhaltig bewusst werden – und gerade an Weihnachten sollten wir auch an unsere Umwelt denken. Das muss nicht den großen Verzicht bedeuten oder heißen, dass man alles anders macht. Es gibt kleine Maßnahmen, die sich einfach umsetzen lassen und trotzdem etwas bewirken. Hier sind Tipps, die Sie dazu anregen sollen, etwas energiesparsamer, bewusster und nachhaltiger zu feiern.

Sieben Tipps für umweltbewussteres Feiern

Kerzen selber machen
Die meisten Kerzen, die hierzulande zu kaufen sind, werden aus Paraffin hergestellt. Der Grundstoff dafür ist Mineralöl, das bei der Verarbeitung von Rohöl entsteht. Es ist also ein Erdölprodukt, bei dem die Klimabilanz bekanntermaßen schlecht ist. Statt neue Kerzen zu kaufen, können Sie aus fast abgebrannten Kerzen fantasievolle Lichtbringer machen. Dafür Wachsreste zerkleinern, dann schmelzen, in kleine Gläschen gießen und dabei einen Kerzendocht mittig platzieren. Das sind übrigens auch hübsche kleine Geschenke.

Machen Sie langlebiges Licht
Wenn es keine Kerzen sein sollen, sondern Lichterketten oder andere leuchtende Weihnachtsinstallationen, dann misten Sie doch jetzt mal aus. Weniger ist ohnehin mehr, es muss nicht ein imposantes Lichtermeer sein, das durch Ihr Heim flackert. Dezente Festbeleuchtung tut es auch. Und wenn schon hell, dann nehmen Sie LED-Lichterketten. Diese halten viel länger und verbrauchen weniger Strom als Lichterketten mit herkömmlichen Glühbirnen. Anmachen sollten Sie die Beleuchtung am besten nur dann, wenn sie auch wirklich gesehen wird. Damit Sie das Ein- und Ausschalten nicht vergessen, können Sie die Leuchtzeiten ganz bequem über eine Zeitschaltuhr steuern.

Energieeffiziente Elektrogeräte kaufen
Stehen auf Ihrem Wunschzettel fürs Christkind elektronische Geräte wie zum Beispiel ein neuer Fernseher oder eine schicke Lampe? Dann achten Sie beim Kauf nicht nur auf den Preis, sondern unbedingt auch darauf, dass die Geräte eine gute Energieeffizienzklasse haben. So können Sie Stromkosten einsparen und gleichzeitig CO2 vermeiden. Für einige Elektrogeräte gibt es neue EU-Effizienzlabels zum Energieverbrauch. Sie haben keine Plus-Klassen mehr wie „A+++“ oder „A++“. Stattdessen reicht ihre Skala immer von A bis G. Damit werden sie aussagekräftiger. Also schauen Sie da mal genau hin.

Heizung runterstellen
Fahren Sie über die Feiertage weg? Dann sollten Sie Ihre Heizung während Ihrer Abwesenheit nicht hochdrehen, aber auch nicht ganz abschalten. Denn sonst kühlen die Räume zu sehr aus und es droht Schimmelgefahr. Über die Thermostate können Sie Ihre Heizkörper auf eine Grundtemperatur einstellen, etwa auf rund 15 Grad. So bleiben die Räume warm, sind aber nicht überhitzt. Und Sie sparen Strom.

Geschenkverpackungen aus recycelten Materialien basteln
Nicht jeder hat Lust, das Geschenkpapier vom letzten Jahr zu bügeln, um es wiederzuverwenden. Aber jeder kann an der Verpackung sparen, indem er kreativ wird. Klopapierrollen beispielsweise eignen sich bunt beklebt prima als Gutscheinhüllen, Kartons von Amazonlieferungen können große Geschenke beherbergen, alte Zeitschriften werden zu schickem Geschenkpapier und ein Glas zur Schmuckschatulle – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mal was anderes verschenken
Immer wieder diese Geschenksuche … kennen Sie bestimmt. Dann wird´s doch ein Buch, das nie gelesen wird oder das berühmt-berüchtigte Paar Socken. Alles Dinge, die sich ansammeln und irgendwann entsorgt werden wollen oder müssen. Wie wäre es stattdessen mal mit einem Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung? Das kann ein Kochabend oder ein Ausflug in den Odenwald sein. Und so ein Geschenk ist unbezahlbar. Eine andere, nicht gerade neue Idee ist, etwas zu spenden für diejenigen, die nicht so viel haben. Außergewöhnliche Geschenkideen zu Weihnachten gibt es im Spenden-Geschenk-Shop der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. Hier können Sie etwa Trinkwasser für 15 Menschen in Entwicklungsländern mit einer Geldspende „verschenken“. Wer von Ihnen damit festlich beschenkt wird, bekommt eine Karte mit dem Motiv des Geschenks.

Clever Plätzchen backen
Wer verschiedene Sorten Weihnachtsplätzchen backt, sollte mal die Temperaturangaben checken. Vorheizen können Sie sich oft auch sparen, weil die meisten modernen Geräte ziemlich schnell auf Touren kommen. Schieben Sie die Plätzchen, die bei niedrigster Temperatur backen sollen, zuerst in den Ofen, dann die Sorte mit der nächsthöheren Temperatur und so weiter. So sind alle Plätzchen etwa gleichzeitig fertig und Ihr Ofen läuft nicht länger als nötig. Noch CO2-ärmer können Sie backen, indem Sie dafür weniger tierische Produkte verwenden. Typische Plätzchenzutaten wie Butter und Milch können Sie zum Beispiel durch Margarine und Mandelmilch ersetzen. Es gibt auch viele rein vegane Rezepte für leckere Weihnachtsplätzchen – einfach mal ausprobieren!

Rezept für vegane Zimtsterne

Zutaten für die Zimtsterne
• 100 g Puderzucker
• 10 g (2 EL) Zimt
• 150 g gemahlene Mandeln
• 200 g gemahlene Haselnüsse
• 1 EL frischer Zitronensaft
• 50 ml kaltes Wasser

Zutaten für den Zuckerguss:
• 150 g Puderzucker
• ca. 15 TL Mandelmilch
oder Wasser
• gemahlener Zimt
zum Dekorieren
So werden die veganen Zimtsterne gemacht

  1. Gesiebten Puderzucker, Zimt, gemahlene Mandeln und Haselnüsse gut verrühren. Zitronensaft und kaltes Wasser hinzugeben und mit den Händen verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  2. Teig auf Backpapier legen, mit einem weiteren Backpapier belegen und zwischen den zwei Lagen etwa 0,5 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher Sterne ausstechen.
  3. Die Sterne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Backofen bei 180°C ca. 8 Minuten backen. Die Sterne sollten kaum braun und nicht knusprig werden. Anschließend aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
  4. Für den Zuckerguss Puderzucker in einer Schüssel nach und nach mit Mandelmilch bzw. Wasser verrühren, bis ein dicker Zuckerguss ensteht.
  5. Zuckerguss mit einem Löffel auf den ausgekühlten Zimtsternen verteilen und mit einer Prise Zimt garnieren.