Buchtipp | Hotel Celentano

Italien kennenlernen

Eric Pfeil erzählt Geschichten um Sangesgrößen, Schauspieler und andere italienische Promis und „deren Orte“ seit den Fünfzigern bis heute in einer besonderen, einer außergewöhnlichen Schreibe, die einen sofort „mitnimmt“.

Nun bin ich eher Liebhaber von „handgemachter Rockmusik“, als großer Fan italienischer Canzoni. Aber die hervorragend erzählten Geschichten vermitteln ein illustres und wahrhaftiges Bild der Menschen und der sehr unterschiedlichen Regionen auf dem mediterranen Halbinsel-Stiefel. Auch manches, was alle Italiener eint, wird köstlich beschrieben: „In einem Land, in dem man das Meer in der Regel nutzt, um knietief darin herumzustehen, gilt vermutlich bereits Schwimmen als überambitioniert!“ Stimmt, das weiß ich aus jahrzehntelanger Erfahrung. – Bud Spencer (bürgerlich Carlo Pedersoli, hat in jungen Jahren als Schwimmer für sein Land an zwei Olympiaden teilgenommen) war eine seltene Ausnahme.

Auf über dreihundert Seiten „Hotel Celentano“ beschreibt Pfeil eine Rundreise mit seiner Frau im Jahre 2025, die von Como an der Schweizer Grenze bis kurz vor Afrika nach Palermo auf Sizilien und zurück führt, Er lässt den Leser vergnüglich an Kultur und den regionalen Besonderheiten der Italiener teilhaben.
Ein außergewöhnlich gelungenes, ein sehr lesenswertes Buch des profunden Italienkenners.

Giuseppe Pippo Russo

Eric Pfeil | Hotel Celentano | Kiepenheuer & Witsch | 314 Seiten | 17 Euro | Von diesem Autor liegen auch „Azzurro“ und „Ciao amore mio“ im selben Verlag vor.