Polizeiruf 111 – Ablass
So. 15.3.26 | 20.15 Uhr | Das Erste/BR | Team München
Eine ermordete Frau treibt auf der Isar bei München an die Oberfläche. Sie ist da schon länger unterwegs und das gibt kein schönes Bild. Rund um diese Wasserleiche entwickelt sich ein Fall, der so gar nicht ins Schema passt – und der im dritten Sonntagabend-Krimi in Folge ein tragisches Fahrrad-Unglück bietet.
Und so stehen die Kommissare Cris Blohm Johanna Wokalek) und Dennis Eden (Stephan Zinner) in ihrem inzwischen fünften Fall vor einem doppelten Rätsel. Ein bereits verurteilter Täter hat gestanden – doch sein Geständnis widerspricht den Fakten. Warum bekennt sich jemand zu einer Tat und lügt zugleich über deren Ablauf? Und warum wirkt auch das Schuldeingeständnis des Unfallfahrers wie ein sorgsam gezimmertes Konstrukt?
„Ablass“ ist kein Krimi der schnellen Lösungen. Er interessiert sich weniger für das grelle Verbrechen als für die leisen Verschiebungen im Innern seiner Figuren. Blohm, wach und nachdenklich, sucht Rat bei einem renommierten Anwalt – und stößt auf Parallelen zwischen zwei Fällen, die auf den ersten Blick nichts verbindet, außer Schuld.
Der Film erzählt von Verantwortung und Selbstbezichtigung, von Menschen, die etwas bekennen, um anderes zu verbergen. Das ist klug gebaut und atmosphärisch dicht. Und so bleibt nach diesem Krimi-Hohepunkt die Frage: Was wiegt schwerer – die Wahrheit oder das Bedürfnis nach Vergebung?














© MDR/Britta Krehl