„Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“

Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost

Das Deutsche Polen-Institut zeigt eine Ausstellung zur Rolle der Pfadfinder im Warschauer Aufstand. Die Ausstellung zeigt auf 21 Plakaten die Organisation der Pfadfinderpost, die Kinder und Jugendliche während des Warschauer Aufstands aufgebaut und betrieben haben, um die Kommunikation der Zivilbevölkerung aufrechtzuerhalten.

Die von den Deutschen verbotene Pfadfinder-Organisation, vormals Polens größte Jugendbewegung, schloss sich als Untergrundbewegung Szare Szeregi (Graue Reihen) den Warschauer Aufständischen an. Die Mitwirkung der Jugendlichen am Aufstand, der vom 1. August bis zum 2. Oktober 1944 dauerte, hatte oft tödliche Folgen. 81 Jahre nach dem Aufstand wird das Geschehen auf Plakaten und mit Objekten dargestellt.

Ausstellung des Pfadfinder-Förderkreises Nordbayern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen-Institut, dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. (Südhessen) und der Darmstädter Geschichtswerkstatt.

Do. 4.9.25 | 20 Uhr | Vernissage zur Ausstellung

Mit dem Kurator der Ausstellung Harald Rosteck, Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V., und Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor Deutsches Polen-Institut

4.9. bis 21.10.25 | Deutsches Polen-Institut | Residenzschloss Darmstadt | 2. Stock | Mo. bis Do. von 10 bis 16 Uhr & Fr. 10 bis 13 Uhr | www.deutsches-polen-institut.de

Die 16.9.25 | 19 Uhr | „Ich habe eine Barrikade gebaut“

Buchvorstellung mit Peter Oliver Loew im Rahmen der Ausstellung „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“ Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost

Anna Świrszczyńskas Gedichte über den Warschauer Aufstand sind außergewöhnlich. Sie hatte das Aufbegehren der Widerstandsbewegung gegen die deutschen Besatzer 1944 hautnah als Sanitäterin miterlebt. In ihren 1974 auf Polnisch erschienenen lyrischen Reflexionen zeigt sie die brüchige menschliche Existenz inmitten eines großen Menschheitsdramas. Mit klarer, sachlicher Sprache zeichnet sie Porträts gewöhnlicher Menschen, von Männern, Frauen, Kindern und Greisen – „beim Bauen der Barrikade“, im Kugelhagel, beim Lieben und beim Sterben.

Der Literatur-Nobelpreisträger Czesław Miłosz schrieb über den Gedichtband: „Sowohl in der polnischen Dichtung als auch in der Weltliteratur nimmt dieser Band einen besonderen Platz ein, als poetische Reportage von einem Ereignis, das zu den großen Tragödien des 20. Jahrhunderts gehört.“

Die Lesung findet im Rahmen der Ausstellung „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken. Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost“ statt, die vom Deutschen Polen-Institut vom 4. September bis 21. Oktober 2025 gezeigt wird. Sie beschäftigt sich mit Pfadfindern im Warschauer Aufstand (1.8.-2.10.1944), der größten Erhebung im besetzten Europa im Zweiten Weltkrieg. Die Ausstellung zeigt auf 21 Plakaten die Organisation der Pfadfinderpost, die Kinder und Jugendliche während des Warschauer Aufstands aufgebaut und betrieben haben, um die Kommunikation der Zivilbevölkerung aufrechtzuerhalten.

Di. 16. 9.25 | 19 Uhr | Deutsches Polen-Institut | Residenzschloss Darmstadt | 2. Stock | www.deutsches-polen-institut.de