19. Darmstädter Wochen des polnischen Films

Jowita | Ohne Betäubung | Perlen eines Rosenkranzes

Das Deutsche Polen-Institut lädt zu den bereits 19. Darmstädter Wochen des polnischen Films vom 21. November bis 5. Dezember 2024, immer donnerstags, in Zusammenarbeit mit Programmkino Rex, Studierendenwerk Darmstadt und Darmstadt Marketing. Im Programmkino Rex werden dieses Jahr die polnischen Filme „Jowita“ und „Ohne Betäubung“ gezeigt. Dr. Andrzej Kaluza hält vor jeder Filmvorführung eine Einleitung zum jeweiligen Film.

Do. 28.11.24 | Do. 5.12.24 | Programmkino Rex | Darmstadt | Eintritt 7,50 Euro | www.kinopolis.de/rx

Ohne Betäubung (Bez znieczulenia) | Do. 28.11.24 | 20 Uhr | Programmkino Rex Darmstadt | Helia-Passage

Ein bekannter polnischer Journalist, Jerzy Michałowski, kommt nach einem Auslandsaufenthalt direkt in polnische TV-Studio, wo er in einer populären politischen Sendung sein gesamtes politisches Können und Wissen unter Beweis stellt. Er spürt, am Höhepunkt seiner Experten-Karriere angekommen zu sein. Kurz danach fällt seine Welt zusammen. Zu einen wird er von seiner Frau verlassen. Sie trennt ihn von den Kindern, und geht eine Liaison mit Jerzys neuem Redaktionskollegen Jacek ein. Zum anderen treffen ihn unerwartete Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, wo seine gewohnte Position ins Schwanken gerät. Hinzu kommt auch noch Zahnweh, das ohne Betäubung behandelt wegen soll. Die Geschichte von Ende des modernen polnischen Mannes.

Regie: Andrzej Wajda, Pl 1978, 110 Min, OmeU | Mit Zbigniew Zapasiewicz, Ewa Dałkowska, Andrzej Seweryn u.a. | Einführung: Dr. Andrzej Kaluza

Perlen eines Rosenkranzes (Paciorki jednego różańca) | Do. 5.12.24 | 20 Uhr | Programmkino Rex Darmstadt | Helia-Passage

Eine alte oberschlesische Bergbausiedlung soll abgerissen werden, um Platz für ein großes, modernes Wohngebiet mit Hochhäusern, Einkaufshallen und Schulen zu schaffen. Karol Habryka, ein angesehener ehemaliger Bergmann, kann sich damit nicht abfinden. Während die meisten Einwohner in die engen, aber modernen Plattenbauten umziehen, weigern sich Habrykas, das Haus zu räumen. Nach vielen Schikanen und Verleumdungen ziehen die beiden in eine geräumige Villa für verdienstvolle Bergleute um, wo Habryka nach kurzer Zeit stirbt. In der Begräbnisszene trägt Kutz das alte Oberschlesien, mit seinen Werten und Symbolen, ins Grab. Die martialische Moderne kann kommen ….

Der Film, 1979 gedreht, ist der dritte Teil von Kutz´ „oberschlesischem Triptychon“, nach „Das Salz der schwarzen Erde“ (1969) und „Eine Perle in der Krone“ (1971).

Regie: Kazimierz Kutz, Pl 1980, 106 Min, OmeU | Mit Marta Straszna, Augustyn Halota, Franciszek Pieczka | Einführung: Dr. Andrzej Kaluza