Inspiration

Wenn Freundschaften zu Ende gehen sollen

Christoph Bornmüller, Jonas Gruber, Maria Radomski

Das Abschiedsdinner am Staatstheater Darmstadt

Es ist eine Komödie mit Tiefgang, es sind unterhaltsame 75 Minuten, in denen Maria Radomski als Clotilde Lecoeur und Jonas Gruber als deren  Gatte Pierre Bilanz einer Freundschaft ziehen und Antoine (Christoph Bornmüller) zu einem letzten gemeinsamen Dinner einladen: Abschied von einer lange währenden Beziehung, die am Ende nur noch für Oberflächlichkeit und Zeitverschwendung stand. Da wird abgerechnet und werden lange unausgesprochene Wahrheiten ans Licht geholt, Rollen- und Klamottentausch führen zur  Persiflage, wenn die Herren dem jeweils anderen den Spiegel vorhalten.

Regisseurin Caro Thum hat so inmitten einer durcheinandergeratenen Stuhl-Landschaft, versehen mit dem Namen vieler Freunde, ein amüsantes Abbild gesellschaftlicher Zwänge geschaffen.  Die Freundschaft zu Antoine soll mit jenem letzten gemeinsamen Dinner abgeschafft werden, Pierre hatte die Idee dazu und Gattin Clotilde ist das nur recht.  Doch Antoine kommt beiden auf die Schliche und entlarvt so das Spiel.

Gruber, Radomski und Bornmüller überzeugen in dieser Darmstädter Inszenierung des Stücks der beiden Erfolgsautoren Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière  und werden auch nach dem Umzug von den Kammerspielen in das Kleine Haus des Darmstädter Staatstheaters mit minutenlangem Beifall und einigen Bravo-Rufen belohnt.   Sandra Russo

Termine:

16. Dezember und 20. Dezember, jeweils 19.30 Uhr, 25. Dezember 18 Uhr, 31. Dezember 19 Uhr, 14. Januar und 21. Januar, jeweils 19.30 Uhr, Kleines Haus, Staatstheater Darmstadt