Inspiration

Weniger Panik, mehr Zuversicht!

Von Anke Breitmaier

Corona beherrscht ganz Deutschland. Wir befinden uns im Ausnahmezustand, ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Kommen Sie sich auch gerade vor wie in einem schlechten Film? Leider sind wir alle mit am Corona-Set. Oder besser: Zum Glück spielen wir alle eine Rolle. Gemeinsam packen wir die Coronakrise nämlich. Zeit  für ein bisschen mehr Optimismus!

Als im Dezember 2019 bekannt wurde, dass im chinesischen Wuhan vermehrt Fälle von Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus auftraten, konnte man sich noch beruhigen. „China ist weit weg. Wer weiß, ob es uns überhaupt trifft.“ Mittlerweile steht fest: SARS-CoV-2, wie der Erreger heißt, ist genauso global wie wir alle. Das Coronavirus schert sich nicht um Grenzen oder Nationalitäten. Es war klar, dass auch uns das Virus in voller Wucht treffen würde. Die Frage ist jetzt, wie wir damit fertigwerden.

Wir schaffen das zusammen!

Wie das Coronavirus übertragen wird, welche Symptome es verursacht und wer besonders gefährdet ist, wissen wir mittlerweile vermutlich alle. Auch, wie man sich schützen kann und dass jeder dazu beitragen muss, die Verbreitung einzudämmen. Oft liegt die Betonung auf dem Negativen. Verständlicherweise. Dabei sollten wir uns bewusst machen, dass wir uns immerhin schützen können. Es gibt Möglichkeiten, eine Ansteckung zu verhindern. Vielleicht kann man der Krise sogar Positives abgewinnen?

Zuhause leben

Für viele ist es der Supergau: Nicht raus können, keine Freunde treffen, Samstagabende ohne Ausgehen. Und dann auch noch alle unter einem Dach, Partner, Vater, Mutter, Kinder. Was für eine Herausforderung! Dazu die Belastung durch die Sorge um Gesundheit, Job, Zukunft – ohne Zerstreuung, ohne Ablenkung. Es kann aber auch eine Chance sein, endlich Dinge zu tun, für die nie Zeit war. Etwa mal wieder wirklich in den eigenen vier Wänden leben, zusammen einen Film gucken oder was Aufwändiges kochen. Schränke ausmisten, Fotos sortieren, Bilder aufhängen, vergessene Ecken abstauben … seien wir dankbar, dass wir ein Zuhause haben!

Nachhaltig werden

Die Versorgung ist gesichert, es wird weiterhin genug Essen für alle geben, Klopapier auch. Es besteht also kein Anlass für Hamsterkäufe oder dergleichen. Aber auch wenn Supermärkte wie gewohnt geöffnet sind, können wir jetzt unseren Konsum überdenken. Wie wär´s mit einem Versorgungsplan für die nächsten Tage? Mit klugen Einkaufslisten und vorausschauender Mahlzeitenorganisation? Das kann ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im eigenen Haushalt werden, etwa wenn man Lebensmittel so einkauft, dass sie restlos verwertet werden.

Sauber bleiben

Auf Kontakte verzichten, großen Abstand einhalten, gründlich Hände waschen – die Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung klingen einfach. Aber der Teufel steckt im Detail, etwa beim Händewaschen. Damit die Finger wirklich sauber sind, müssen sie ordentlich eingeseift, unter fließendem Wasser abgewaschen und sorgfältig abgetrocknet werden. Etwa 30 Sekunden sollte das dauern. Damit man das schafft, wird empfohlen, während des Waschvorgangs zwei Mal „Happy Birthday“ zu trällern. Das geht schöner! Auf www.washyourlyrics.com kann sich jeder kostenlos eine Anleitung zum richtigen Händewaschen mit seinem Lieblingslied erstellen und als Poster ausdrucken. Ausgedacht hat sich das ein pfiffiger 17-jähriger Brite. Das beweist: Corona kann kreativ machen.

Drei Informationen zu Corona

1. Corona ist gefährlicher als Grippe!

Das Virus ist nicht nur ansteckender und hat eine längere Inkubationszeit (bis zu 14 Tage kann es dauern, bis Symptome auftreten). 15 Prozent der Infektionen verlaufen auch so schwer, dass die Patienten Sauerstoff brauchen. Bei fünf Prozent der Betroffenen ist sogar künstliche Beatmung nötig.

2. Bei Desinfektionsmitteln Hinweise beachten!

Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“, wirksam gegen behüllte Viren, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ sollte auf den Produkten stehen, nur dann sind sie laut Robert-Koch-Institut wirksam gegen Viren.

3. Bei Husten, Fieber, Atemproblemen anrufen!

Wer verdächtige Symptome hat, kann sich an diese Ansprechpartner wenden: 116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst, 115 – Einheitliche Behördennummer, 0800 011 77 22 – Unabhängige Patientenberatung Deutschland, 030 346 465 100 – Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums.

Drei wichtige Antworten zum Schutz vor Ansteckung

1. Hilft ein Mundschutz?

Laut Robert-Koch-Institut gibt es keine eindeutigen Hinweise darauf, dass ein Mund-Nasen-Schutz das Ansteckungsrisiko bei gesunden Menschen deutlich verringert. Die WHO weist sogar darauf hin, dass das Tragen eines Mundschutzes ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugt, durch das andere Hygienemaßnahmen vernachlässigt werden könnten.

2. Kann man sich das Virus über Oberflächen einfangen?

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines Erkrankten gehören, wie etwa importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint unwahrscheinlich.

3. Sollte man sich testen lassen, wenn man keine Symptome hat?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet, sagt ein negativer Test nichts darüber aus, ob man nicht doch noch krank werden kann.