Inspiration

Was passiert eigentlich, wenn das mit dem arbeiten nicht mehr so recht klappt ….?

Ralf Hammann von der Zurich versteht sich als Übersetzer des verwirrenden Assekuranz-Sprech. Bezirksdirektion der Zurich Versicherungen Deutschland Groß-Gerauer Str. 6a , 64560 Riedstadt,Tel.: 0 61 58 - 71 589 Mail: ralf.hammann@zuerich.de

Die Feiertage sind vorüber, das neue Jahr hat begonnen. Der ein oder andere Opelaner blickt sorgenvoll in die nähere Zukunft. Manch einer weiß nicht so recht, wohin die Reise im eigenen Betrieb geht und ab und an macht man sich Gedanken über die eigene Arbeitskraft.
Manch aktuell verunsicherten Opelanern hilft es wenig, wenn die Angebote der Geschäftsleitung zur Unzeit kommen (vielleicht hat man sich gerade finanziell lanfristig gebunden, etwa bei einem Hauskauf).
Manche meinen, es reiche, wenn man in der Gewerkschaft ist. Im Fall Opel könnte zumindest mit Hilfe des Betriebsrates und der Gewerkschaften sozialverträgliche Modelle für die Mitarbeiter entwickelt werden. Aber hier geht es auch um ein Politikum für die ganze Region. Was aber, wenn die Firma, in der man arbeitet, keinen Betriebsrat hat und die Gewerkschaft maximal vorgerichtlich helfen kann. Dann muss man entweder eigenes Geld in die Hand nehmen oder man hat eine Rechtsschutzversicherung inklusive Arbeitsrecht. Sobald es vor Gericht geht, hilft nur der Anwalt und die Rechtsschutzversicherung. Diese greift, sobald der Streit um den Arbeitsplatz vor Gericht landet. Alles was davor passiert – außergerichtliche Verhandlungen zum Arbeitsvertrag – sind kein Fall für den Rechtsschutz.
Es gibt aber noch andere Gründe warum Job und Arbeit in den Fokus gerückt werden müssen.
Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), so der offizielle Name, hat einige Verbesserungen gebracht, die insbesondere für Arbeitnehmer vorteilhaft sind und leider etwas aus dem Blickfeld gerückt sind. Die sogenannt “Nahles Rente” ist seit 2019 in Kraft, viele haben aber noch Wissenslücken.
Statt vier Prozent der Bruttobeitragsbemessungsgrenze können seit 2019 maximal acht Prozent als Gehaltsumwandlung in die Altersvorsorge gesteckt werden. Wen man in 2019 in einem Betrieb anfing zu arbeiten, und eine Gehaltsumwandlung vereinbart hat, stehen einem sofort 15 Prozent Zuschuss vom Arbeitgeber zu. Für alle anderen ab 2021 lohnt es sich mit dem Arbeitgeber zu reden. Bei diesen 15 Prozent Zuschuss handelt es sich um die pauschale Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis des Arbeitgebers. Er legt also in der Regel kein eigenes Geld dazu. Die Nahles Rente steht im übrigen jedem Arbeitnehmer zu. Ausgenommen sind hier nur Berufe oder Berufsgruppen, die durch Unterstützungskassen traditionell ein Versorgungswerk haben (meist im öffentlichen Dienst oder ehemals öffentlichen Einrichtungen).
Lohnt sich das? Sicher, denn bei durchschnittlichen Steuersätzen und der Mitgabe der 15 Prozent kommt man schnell auf Förderquoten, die auf jeden Fall deutlich über dem liegen, was man sonst an Förderungen für die Altersvorsorge erwarten kann.
Ein Punkt zum Schluss. All das bringt nur etwas, wenn man bis zum Rentenalter arbeiten kann. Eine ordentliche Berufsunfähigkeitsversicherung und eine vernünftige Unfallversicherung sollte jeder haben. Nur mit diesen Absicherungen kann bis zum Rentenalter ein finanziell sicheres Leben ermöglicht werden.
Denn: Wenn man richtig vorgesorgt hat, muss man sich nicht sorgen und kann leben! Ganz im Sinne von Dale Carnegie.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020. Wer Fragen zu den angesprochenen Themen hat, einfach schreiben … ich freue mich

Ralf Hammann

Zurich Bezirksdirektion
Hammann & Sohn
Groß-Gerauer Str. 6A
64560 Riedstadt
Tel.: 0 61 58 -71 589
ralf.hammann@zuerich.de