Inspiration

Staatstheater Darmstadt im Sommer

Startbahn 2020 – Ballettabend in zwei Teilen

Nach einer sehr erfolgreichen ersten Auflage des Formats im Jahr 2017, starten dieses Mal 12 Tänzer*innen als Choreograf*innen durch. Das Startbahn-Konzept sieht vor, einen Möglichkeitsraum zu schaffen, in dem Mitglieder des Ensembles erste choreografische Schritte unternehmen. Die dabei entstehenden Kurzchoreografien sind thematisch wie ästhetisch individuell. Getragen von einer großen Experimentierfreude probieren die Choreograf*innen eigene Konzepte aus, entwickeln persönliche Tanzstile und kultivieren neue Formen tänzerischen Ausdrucks in einer besonderen Zeit. Die Choreografien werden auf zwei Vorstellungen aufgeteilt – Startbahn I und II.

Premiere Startbahn I 3. Juli um 17 Uhr
Premiere Startbahn II 3. Juli um 20 Uhr Kleines Haus

Drei Schwestern

Olga, Mascha und Irina stecken fest. Das Drama von Anton Tschechow hat die namensgebenden drei Schwestern in ein Provinzkaff eingesperrt. In der Vergessenheit, fernab vom glanzvollen früheren Wohnort Moskau, müssen sich diese drei Frauen nach dem Tod ihres Vaters einen neuen Reim auf das Leben machen. Und das an einem Ort, in dem das stationierte Militär noch das Kultivierteste ist. Ihre Sehnsucht nach einem Aufbruch spiegelt die vorrevolutionären Verhältnisse des Dramas in vier Akten aus dem Jahre 1901. In feinfühligen, offenen Szenen zeichnet Anton Tschechow eine Welt von Menschen, die auch nicht wissen wie es geht.

Premiere 20. August, 19.30 Uhr | Kleines Haus

Lauf und bring uns dein nacktes Leben

Die Uraufführung von Rainer Merkels Stück spielt im westafrikanischen Sierra Leone, einem Land gezeichnet von einem jahrelangem Bürgerkrieg. Das Stück entwickelt ein beeindruckend genaues Portrait des Mikrokosmos einer Hilfsorganisation vor Ort. Diese Zweigstelle wird vom Vorstandsvorsitzenden besichtigt und begutachtet. Rechtfertigungsdruck entsteht. Die Figuren der NGO „Everyday Gandhi“ wollen sicher alle helfen – aber sie wollen auch auf keinen Fall ihren Job verlieren. Ihr oftmals grotesk-komisches Pendeln zwischen Idealismus und Zynismus wirkt erschreckend glaubhaft und nachvollziehbar.

Premiere 29. August, 20 Uhr | Kammerspiele

Mehr Informationen unter www.staatstheater-darmstadt.de