Inspiration

Staatstheater Darmstadt im Oktober

Dantons Tod

Foto: Nils Heck

Büchner erzählt in „Dantons Tod“ von einigen wenigen Tagen gegen Ende der sogenannten Schreckensherrschaft der Jakobiner im Frühjahr 1794. Die ehemaligen Weggefährten Danton und Robespierre stehen einander als ideologische Gegner gegenüber. Die Revolution bedeutet nur noch den Terror der Guillotine, dem die Revolutionäre schließlich selbst zum Opfer fallen.

Büchner kreist in seinem zu großen Teilen dokumentarischen Gesellschaftsgemälde um die Frage, ob und wie eine andere Form des Zusammenlebens, basierend auf Solidarität, Gleichheit, Liebe und Sinnhaftigkeit gelingen kann. Ist es legitim, Gewalt für die Etablierung eines radikal neuen Gesellschaftsentwurfs einzusetzen, wenn die Ungleichheit und das Leiden der Menschen an der bestehenden Ordnung zu groß werden? red

Vorstellungen am 2., 9. und 30. Oktober | jeweils um 19:30 | Großes Haus


Hund wohin gehen wir

Im „Haus für Kinder“ sollen Karl und Christopher unter den Fittichen von Frau Fern ihre Eltern vergessen und sich auf die „moderne Welt“ vorbereiten. Da kommt ein neuer Junge von draußen ins Haus, Simon, der nicht glaubt, dass das Heim ein förderlicher Ort für Kinder ist. Auch Alma und Johanna bereiten sich schon lange auf die Moderne vor. Auch sie wollen sich verändern. Ob die Welt da draußen auf sie wartet, oder nicht, das fragen sich alle fünf.

Nach „Seymour. Der Film“ bringt das Schauspiel eine Uraufführung von Anne Lepper auf die Bühne. Die Autorin wurde mit den wichtigsten Preisen für zeitgenössische Dramatik geehrt, u.a. 2017 mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis für ihr Stück „Mädchen in Not“. „Hund wohin gehen wir“ wurde 2011 beim Theatertreffen Stückemarkt ausgezeichnet und vom Westdeutschen Rundfunk als Hörspiel produziert. Mit der Regisseurin Alia Luque verbindet Anne Lepper eine enge Zusammenarbeit. red

Premiere am 20. Oktober, 19:30 Uhr | Kunsthalle Darmstadt


Memento

Tim Plegge knüpft mit seiner neuen Kreation „memento“ an die Idee des Loslassens und Kraftschöpfens aus Ängsten, Trauer und Tod an. Ohne konkrete Situationen zu bebildern, entwirft Plegge einen Reigen, der den Menschen und seine Fähigkeit zur Transformation aus Krisenmomenten zeigt. Ein Aufruf, sich seiner Sterblichkeit ebenso bewusst zu werden wie der Kostbarkeit des Lebens. Und ein Feiern des Augenblicks, zwischen „memento mori“ und „memento vivere“. red

Foto: De-Da Productions

Premiere am 16. Oktober, 19:30 Uhr | Großes Haus


La Bohème

Foto: Isabel Machado Rios

Vier Künstler im winterkalten Paris: Zwischen Unabhängigkeit und Armut, zwischen Ausgelassenheit und alltäglichen Widrigkeiten suchen der Schriftsteller Rodolfo und seine drei Freunde nach dem Inbegriff der Kunst. Der Auftritt der Nachbarin Mimì verändert alles, mit ihr beginnt die eigentliche Geschichte. Rodolfo und Mimì verlieben sich heftig ineinander, doch der ersten Begegnung und dem Aufschwung der Liebe ist die Vergeblichkeit schon eingeschrieben. Mimìs Händchen ist eiskalt, sie ist unheilbar an Tuberkulose erkrankt. „Ich bin der Poet, und sie ist die Poesie“: Wird Mimì durch ihren Tod selbst zum Kunstobjekt für Rodolfo? Mit einer beeindruckenden musikalischen Farbpalette sowie einem präzisen Gespür für Timing zweifelsohne Puccinis größter Welterfolg! red

Premiere am 1.10. um 19:30 Uhr | Großes Haus | weitere Termine am 3., 8. und 17.10.


Informationen zu Vorstellungsbeginn, weiteren Terminen und Eintrittspreisen unter www.staatstheater-darmstadt.de