Inspiration

SPIELETIPP | Faultier

Faultiere sind so richtig faul, aber eigentlich würden sie ja auch gerne mal von den Blättern der anderen Bäume naschen, wenn sie nur nicht so faul wären. Was tun? Wie sie so auf ihren Bäumen sitzen, sehen sie die anderen Tiere munter durch die Ferienregion flitzen. Da haben sie eine Idee: warum nicht von den anderen Tieren tragen lassen? Die haben anscheinend genug Energie.
Lasst Euch also herumtragen. In jeder Partie stehen sechs verschiedene Tiere zur Auswahl. Jedes hat dabei so seine Eigenheiten: Hasen sind sehr schnell, laufen aber nur im Grasland. Bergziegen dagegen meiden nur das Wasser, haben einen Vorteil im Gebirge, sind dafür aber eher langsamer. Die Spielsteine der Tiere dürfen dabei von jedem Faultier bewegt werden. Das Ziel eines Faultiers ist es, als erstes 8 Blätter von den in der ganzen Region verteilten Lieblingsbäumen einzusammeln. Dazu müssen die Tiere mit Hilfe von Spielkarten aktiviert werden. Diese zieht man zu Beginn eines Zugs, allerdings immer nur eine pro Tierart, das macht Sammeln gleicher Tierkarten mühsam, darf man sie doch später auf einmal ausspielen, um mal eine ordentliche Strecke zurücklegen zu können. Dann zieht man ein Tier möglichst zum eigenen Faultier, lässt sich mitnehmen und idealerweise zum nächsten Baum bringen. Um die gesamte Strecke in möglichst wenigen Runden hinter sich zu bringen, ist etwas Planung nötig: Welche Tiere sind in der Region? Welche werden von anderen Faultieren vielleicht dorthin gebracht? Können die Tiere das Gelände überhaupt betreten? Entsprechend muss man dann die nötigen Karten ziehen. Manchmal macht auch einem ein Mitspieler einen Strich durch die Rechnung und zieht das Krokodil ausgerechnet dann flussabwärts, wenn ich man es selbst gerade benötigt.
Faultier macht einfach Spaß, die immer wieder anders zusammengesetzte Schar der Tiere und alternative Spielpläne sorgen für viel Abwechslung und neue Herausforderungen.
Michael Blumöhr

„Faultier“ von Friedemann Friese, 2F-Spiele, 2-5 Spieler ab 8 Jahre