Inspiration

SPIELETIPP | Die Crew

Es gibt unter Wissenschaftlern Gerüchte, dass am Rande des Sonnensystems ein mysteriöser Planet entdeckt wurde. Doch Messungen alleine genügen nicht, eine Weltraummission wird gestartet. Dabei stellt sich heraus, dass die Kommunikation im All erschwert ist und nur alle gemeinsam die kommenden Schwierigkeiten der Mission bewältigen können. 50 Missionen mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad stehen an. Nur eine gut eingespielte Crew wird sie nacheinander bewältigen.

Im Kern ist „Die Crew“ ein Stichspiel: Karten werden ausgespielt, Farbe muss bedient werden und es gibt vier Trumpfkarten. Doch geht es hier nicht darum, die meisten Stiche oder Punkte zu sammeln. Die Missionen geben vor, wer einen Stich machen muss, in dem eine bestimmte Karte liegen muss. Das wird durch zusätzliche Bedingungen noch erschwert, z.B. kann die Reihenfolge vorgegeben werden. Weitere Zusatzregeln kommen im Laufe der Missionen dazu. Könnte man sich vollständig austauschen, wäre das alles kein Problem. Doch die Kommunikation im All ist nicht so einfach. Über seine Kartenhand darf niemand reden. Während einer Mission darf man nur einmal kommunizieren, d.h. eine Karte aus der Hand aufdecken und dazu angeben, ob es die höchste, die niedrigste oder die einzige Karte dieser Farbe ist. Dabei kann auch der Zeitpunkt dieser Information für die Mitspieler von Bedeutung sein.
Die Crew stellt auch erfahrene Kartenspieler vor neue Herausforderungen. Die durch Skat, Doppelkopf oder Wizard gemachten Erfahrungen sind durchaus brauchbar, sie dienen nur anderen Zielen. Das Spiel zieht einem schnell in seinen Bann, hat man eine Mission erfüllt, ist man schon auf die nächste gespannt.

Michael Blumöhr

„Die Crew“ von Thomas Sing, Kosmos, 3-5 Spieler ab 10 Jahre