Inspiration

Spiel des Jahres: Codenames

Zwei Geheimdienstchefs müssen Ihren Mitgliedern verschlüsselt mitteilen, wer zum eigenen Dienst gehört. Ist das wichtig? Hat das irgendwelche Auswirkungen auf das Spiel?

Nein, das eigentliche Spiel hat mit diesem Thema absolut nichts zu tun, aber irgendeine attraktive Verpackung wird halt benötigt. Um was geht es aber dann? Stimmt schon, zwei Teamleiter müssen ihrem jeweiligen Team über sehr kurze Informationen Hinweise zu bestimmten Begriffen geben. Was dann passiert, hat aber mit Geheimdiensten nicht das Geringste zu tun. Zwischen den Spielern liegen 25 Begriffe im 5×5-Raster aus. Eine geheime Zuordnungskarte, die nur den Teamleitern bekannt ist, regelt die Zuordnung zu den Teams. Dazwischen sind auch neutrale Karten und eine Tabukarte, das Team, das darauf tippt verliert sofort. Die Teamleiter dürfen in ihren Hinweisen immer einen Begriff und eine Zahl nennen, die die Anzahl der Karten angibt, auf der sich der Hinweis bezieht. Liegen also „Limousine“ und „Zentaur“ aus, so könnte der Hinweis „Pferdestärke – 2“ lauten.Wird das Team das verstehen? Da wird beraten und geraten, das gegnerische Team versucht mit absurden Vorschlägen weitere Begriffe ins Gespräch zu bringen. Es ist zum Haare ausraufen, manchmal ist das Team einfach nicht in den gleichen Denkbahnen, doch der Teamleiter muss schweigen, muss auch seine Mimik beherrschen. Nicht immer einfach. Umso schöner, wenn es dann mal wieder klappt.

Möglichst viele Worte mit einem Begriff zu umschreiben, ohne auf die Wörter der Gegner hinzuweisen, ist ein Spiel mit Worten und Assoziationen, dem sich kaum jemand entziehen kann. Es gibt zwar Regeln für wenige Spieler, aber so richtig gut ist es erst ab 6 Mitspielern.

„Codenames“ von Vlaada Chvatil, Czech Games Edition, 2-8+ Spieler ab 10 Jahre