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Siegen ist Pflicht im April

Bild: Christian Grau, Kalender-Darmstadt 2018

Es bleibt nicht mehr viel Zeit für die Lilien, um den Absturz in die dritte Liga noch zu verhindern. In den fünf Spielen im April muss der Abstand auf die zuletzt gut aufgelegten Konkurrenten unbedingt verringert werden, um den Klassenerhalt in den zwei dann noch ausstehenden Saisonpartien in der eigenen Hand zu haben. Auch wenn es in der ausgeglichenen Liga ohnehin keine leichten Spiele gibt, haben es die ersten beiden Partien des Monats besonders in sich.

Am Ostermontag (Mo., 2.4., 20.30 Uhr) sind die Darmstädter zum Abschluss des Spieltages nach der Länderspielpause am Böllenfalltor gegen den Tabellenführer Düsseldorf gefordert. Die Fortuna steht nach zuletzt drei Siegen in Folge bereits mit einem Bein in der ersten Liga. Düsseldorf konnte vom ersten Spieltag an überzeugen und gewann im Stile einer Spitzenmannschaft auch viele Partien, in denen man nicht unbedingt besser war als der Gegner. Besonders aufpassen muss der SV 98 auf Benito Raman, der mit neun Treffern einer der Erfolgsgaranten für den Traditionsklub aus dem Westen ist. Die bisherigen drei Aufeinandertreffen konnte die Fortuna allesamt für sich entscheiden.
Dass die anderen Teams im Abstiegskampf am Wochenende vorlegen können, lässt den Druck für die Lilien in diesem Heimspiel nicht weniger werden.

Nicht leichter wird es fünf Tage (Sa., 7.4., 13 Uhr) später beim Auswärtsspiel in Kiel. Die Lilien hätten sich sicher gewünscht, ein paar Wochen früher auf die Störche zu treffen, die nach langer Durststrecke zurück in der Spur sind und jetzt wieder den direkten Aufstieg anpeilen. Die Offensive ist das Prunkstück des Aufsteigers, der mit Marvin Ducksch auch den besten Torschützen der Liga in seinen Reihen hat. Die aktuelle Form und der Heimvorteil machen die Kieler doch zum recht eindeutigen Favoriten in dieser Partie, weshalb die Darmstädter einen sehr guten Tag brauchen, um im hohen Norden zu punkten.

Ein schlagbarer Gegner ist die am Sonntag (So, 15.04., 13.30 Uhr) darauf in Darmstadt gastierende Eintracht aus Braunschweig. Das von Torsten Lieberknecht gecoachte Team steckte bis vor wenigen Wochen ähnlich wie die Lilien tief im Abstiegskampf, hat sich durch sieben Punkte aus den letzten drei Spielen aber ins dicht besiedelte Tabellenmittelfeld gekämpft und sich zumindest vom direkten Abstiegsplatz etwas entfernt. Auch wenn das Ziel der Niedersachsen vor der Saison ein anderes war, so scheint die Qualität im Team mit Spielern wie Kumbela oder Nyman letztlich doch zu groß für den Abstieg zu sein. Auswärts sind die Braunschweiger allerdings ein gern gesehener Gast und konnten erst zwei Spiele für sich entscheiden. Der SV Darmstadt hat hier gute Chancen, sich die zwei spät verlorenen Punkte aus dem Hinspiel wiederzuholen.

Einen sehr unangenehmen Gegner erwarten die Lilien beim Gastspiel (Sa., 21.4., 13 Uhr) in Sandhausen. Der SVS galt jahrelang als erster Abstiegskandidat, hat sich mittlerweile mehr denn je in der Liga etabliert und war zuletzt gar nicht weit vom Aufstiegsrelegationsplatz entfernt. In den letzten vier Spielen blieben die Sandhäuser allerdings sieglos und müssen den Blick daher ähnlich wie die halbe Liga eher nach unten richten. Besonders mit dem Tore schießen tut man sich schwer, seitdem mit Lucas Höler der beste Angreifer den Verein zu Jahresbeginn verlassen hat. Daheim konnte der SVS zwar die Hälfte seiner Spiele gewinnen, die aktuelle Form und die höhere Qualität im Kader der Darmstädter lassen einen Auswärtssieg aber nicht unmöglich erscheinen.

Zum vorletzten Heimspiel (Sa., 28.4., 13 Uhr) der Saison empfängt der SV 98 Union Berlin. Ähnlich wie Braunschweig waren die Berliner mit Aufstiegsambitionen gestartet, enttäuschten aber über die ganze Saison hinweg und müssen ebenfalls noch ein paar Punkte sammeln, um nicht noch in Abstiegsnot zu geraten. Mit Polter und Skrzybski haben bereits zwei Spieler mehr als zehn Treffer erzielt, doch die defensive Anfälligkeit machte viele Punktgewinne zunichte. Der letzte Auswärtssieg gelang Union Mitte Oktober und auch der direkte Vergleich spricht für die Lilien, sodass auch hier ein Heimsieg im Bereich des Möglichen liegen sollte.