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Schönes Wetter, schwere Beine? So bleiben Venen fit.

Kaum wird es wärmer, zeigen wir gerne wieder mehr Bein. Doch für manche sind höhere Temperaturen kein reines Vergnügen. Denn dann können die Venen Beschwerden machen.

Etwa 7000 Liter Blut und rund eineinhalb Meter gegen die Schwerkraft müssen unsere Venen täglich zum Herzen zurück transportieren. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass dies reibungslos läuft. Vor allem die Beinvenen legen sich dabei ins Zeug: Die Venenklappen wirken wie Rückschlagventile, die verhindern, dass Blut zurückfließt. Machen die Venen schlapp, kann es zu einer Störung des Blutrückflusses kommen – Symptome von geschwollenen Füßen bis hin zu Krampfadern und Ödemen können Folgen sein.

Bei zunehmenden Temperaturen können sich die Beschwerden verschlimmern. Denn dann weiten sich die Blutgefäße, haben daher mehr Volumen und die Wadenmuskeln sind nicht mehr in der Lage, das Blut aktiv nach oben zu pumpen. Blut staut sich dann in den Beinen, Flüssigkeit kann ins umliegende Gewebe austreten und es schwillt an.

Wer ist gefährdet?

Venenleiden können jeden treffen, mit steigendem Alter nimmt die Tendenz zu, auch Krampfadern kommen häufiger vor. Venenschwäche ist außerdem erblich, Frauen haben besonders häufig damit zu tun, und Schwangerschaften erhöhen das Risiko. Auch der Lebensstil spielt eine Rolle: Rauchen stört die Durchblutung, Übergewicht belastet zusätzlich.

Schwere, schmerzende Beine und geschwollene Knöchel können erste Anzeichen dafür sein, dass die Venen nicht mehr leistungsfähig genug sind. Besenreiser, netzartige kleinere Venen in der oberen Hautschicht, sind zwar meist ein kosmetisches Problem. Aber sie können auch von einer Venenschwäche herrühren und erste Vorboten von Krampfadern sein. Diese unter der Haut erkennbaren verhärteten Adern sind deutlicher Hinweis darauf, dass die Venenklappen nicht mehr dicht schließen.

Dauerhafte Beschwerden sollte man ernstnehmen!

Ständig schwere Beine, Abdrücke von den Sockenrändern oder auch Jucken sind keine Lappalien. Werden vor allem Krampfadern nicht rechtzeitig behandelt, können Thrombosen oder gar Lungenembolien die Folge sein.

Aber man kann gut vorbeugen.

Bewegung heißt das Zauberwort, um die Muskelpumpen in Gang zu setzen, die Durchblutung zu fördern und das Bindegewebe zu festigen, damit sich die Venen nicht so leicht weiten können.

Anke Breitmaier

AUF geklärt – Machen Sie sich Beine: Tipps für gesunde Venen

BeineLaufen und Liegen ist besser als Sitzen und Stehen: Bewegen Sie auch im Sitzen oder Stehen die Füße aktiv.

Hoch die Beine: Legen Sie oft die Beine hoch, vor allem abends.

Richtig sitzen: Schlagen Sie beim Sitzen nicht die Beine übereinander, das schnürt den Blutfluss ab.

Keine Hitze: Verzichten Sie auf heiße Bäder und langes Sonnenbaden.

Dosierte Kälte: Duschen Sie die Beine täglich kurz mit kaltem Wasser ab.

Bewegung: Laufen, Walken, Schwimmen, Tanzen – jeder Sport ist gut. Mit täglicher Gymnastik kurbeln Sie die Blutzirkulation Ihrer Beine an.

Form wahren: Behalten Sie Ihr Gewicht im Auge, vermeiden Sie Übergewicht.

Gesund essen: Achten Sie auf ballaststoffreiche Ernährung und eine gute Verdauung. Spargel, Zitrusfrüchte und Petersilie wirken entwässernd und sind gut für die Venen.

Richtiges Schuhwerk: Tragen Sie hohe Schuhe selten, gehen Sie oft barfuß. Häufiges Tragen von Schuhen mit Absätzen ab 3,5 cm kann den Venendruck erhöhen.