Inspiration

Mehr sein als Schein – Ein Geldkunstprojekt

Darmstädter Künstler helfen obdachlosen Menschen mit besonderer Aktion

Sie zählen in Zeiten der Covid-19-Pandemie selbst zu jenen, die in Sorge sind: In Sorge um ihre Existenz, um ihre Zukunft. Denn auch für Künstler sind es harte Zeiten: Keine Chance auf Präsentation, wenig Chancen auf Kommunikation und Austausch. Die Pandemie und die damit verbundenen Sorgen hemmt auch die Produktivität – und die Kreativität. Und trotzdem ist es Darmstädter Künstlern gelungen, mit einer besonderen Aktion Hilfe zu leisten.

Der Darmstädter Fotograf Christian Grau und Aktionskünstler Ralf Kopp starten Ende vergangenen Jahres ihr Gemeinschaftsprojekt: “Das für Obdachlose zum Überleben notwendige Kleingeld hat aktuell Seltenheitswert in Zeiten leerer Innenstädte”, erläutert Christian Grau im Gespräch mit Vorhang AUF. Und so wandelten die beiden Kreativen echte Fünf-Euro-Scheine in kleine Geldkunstwerke: In limitierter Auflage (60 Exemplare) und wegen der individuellen Seriennummer ist jeder Schein ein Unikat. Für je 50 Euro gab es die Fünf-Euro-Scheine.

“Wir haben es geschafft und konnten Anfang des neuen Jahres 3000 Euro an Obdachloseneinrichtungen weitergeben”, darunter, so Grau, an die Bahnhofsmission Darmstadt, an die Krankenschwester der von der Diakonie getragenen Teestube, die sich dort um die Belange von Obdachlosen in Darmstadt kümmert und an die Organisatorin des Sozialen Zauns in Darmstadt, Sabrina Anna Hänsel.

Christian Grau ist der Überzeugung, dass mit ein wenig Kreativität und wenig Aufwand, mehr Menschen geholfen werden kann. Frei nach dem Motto “Das kann jeder!”.                             sar

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