Inspiration

Im Regal von Andreas Roß

Er ist „Mundwerker“, also Sozialarbeiter und kennt sich aufgrund seine langjährige Tätigkeit in den südhessischen Knästen mit dem Verbrechen aus. Auch er mordet leidenschaftlich gerne an seinem Schreibtisch im Watzeviertel. „Weißkalt“ ist sein aktueller Dobermann-Roman, in dem der Kriminaloberkommissar in vier eiskalte Morden ermitteln muss und dabei ganz schön ins Schwitzen kommt.
Doch was liest Andreas Roß eigentlich selbst?
Er hat es dem VORHANG AUF verraten:
Das lese ich gerade
Ralf Schwob: „Last Exit – Goetheturm“ Der Krimi spielt in den 80iger Jahren im Ried und Schwob schafft es, die alten Zeiten aufleben zu lassen. Dazu kommt ein missglückter Bank–überfall, ein Toter mit einer Tasche voller Geld und vier AC/DC hörende Jugendliche. Das Buch begeistert einfach.
Das lasse ich im Regal stehen
Henning Mankell: „Der Mann, der lächelte“. Wallanders Depression sitzt tief und ich habe es nicht geschafft, in die Geschichte einzutauchen, obwohl ich ansonsten Mankells Schreibe liebe.
Das sollte jeder gelesen haben
Jan Costin Wagner „Nachtfahrt“. Die Geschichte ist so schön „schwarz“. Die kurzen Sätze produzieren klare Bilder im Kopf, die ich mir immer wieder gerne auf der Zunge zergehen lasse. Und dann kommt langsam das Grauen und packt zu.