Inspiration

Im Regal von Andel Müller

Andel Müller

Er war (am Max-Planck-Gymnasium Groß-Umstadt) 30 Jahre Deutsch- und Politik-Lehrer, ist seit bald 40 Jahren Literaturkritiker, hat 15 Jahre das Literaturhaus geleitet und ist derzeit vor allem mit einem eigenen Roman (Arbeitstitel „A Fool On A Hill“) beschäftigt.

Das lese ich gerade

Als freier Kritiker liest man ständig Neues. Am meisten beeindruckt hat mich in diesem Frühjahr Thomas von Steinaeckers Roman „Die Verteidigung des Paradieses“ (S. Fischer), eine aus der Perspektive eines 15-jährigen erzählte Dystopie über die möglichen Folgen einer Klimakatastrophe – und der menschlichen Blödheit. Ein Buch zum Wachwerden.

Das lasse ich im Regal stehen

Die Bücher, die ich schon gelesen habe oder die, welche ich für später
zurück stelle… Was ich gar nicht lese, wird weitergereicht. Aber das ist hier weniger gemeint, also: „Er ist wieder da“ von Tilmur Vermes. Die witzig-spritzige Idee dieser Hitler-Persiflage hat sich nach etwa hundert Seiten totgelacht. Lieber nochmal Chaplins „Der große Diktator“ ansehen…

Das sollte jeder gelesen haben

Da kommt der ehemalige Lehrer in mir zu Wort. Wer sich nicht intensiv mit Goethe, insbesondere „Faust“ beschäftigt hat, verpasst was im Leben – und hat das Recht verspielt, über Europas Kultur zu schwafeln wie Pegida-, AfD- und sonstige Deppen: „Lass dir ja nicht durch Autorität imponieren… und durch Mode hinreißen“ – sagt der große Meister. Natürlich ist Wolfgang Koeppens Trilogie „Tauben im Gras“, „Treibhaus“ und „Der Tod in Rom“ unverzichtbar.