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Höhn verlässt die Lilien

von Stephan Köhnlein

Nach fünf Jahren ist Schluss beim SV Darmstadt 98: Innenverteidiger Immanuel Höhn verlässt die Lilien. Wohin es den 29-Jährigen zieht, war zunächst nicht bekannt. Höhn war im Sommer 2016 vom damaligen Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg ans Böllenfalltor gekommen. Für wenige Wochen war er sogar der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte, bis ihm Roman Bezjak diesen Titel abspenstig machte. Im Gegensatz zu dem Slowenen blieb Höhns Gastspiel allerdings deutlich nachhaltiger.

Leicht hat sich der gebürtige Mainzer bei den Lilien jedoch lange nicht getan. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Zudem musste er oft auf der eher ungeliebten rechten Außenverteidigerposition aushelfen. Erst Trainer Dimitrios Grammozis setzte ihn kontinuierlich als Innenverteidiger ein, ebenso dessen Nachfolger Markus Anfang. Höhni, wie ihn Trainer, Mitspieler und Fans nennen, schwang sich zunehmend zum Führungsspieler auf.

In der laufenden Saison bestritt er bislang 26 Ligaspiele (Stichtag 25. April) und damit so viele wie in keinem der fünf Jahre zuvor für die Lilien. Während andere Führungsspieler wie Fabian Holland oder Tobias Kempe ihre Verträge frühzeitig verlängert hatten, hielten sich Höhn und der Verein merklich zurück. „Wir halten es so wie letztes Jahr“, hatte Höhn erklärt und auf die prekäre Tabellensituation im Winter verwiesen. „Zum richtigen Zeitpunkt wird es zu Gesprächen kommen und bis es etwas Spruchreifes gibt, bleibt alles intern.“ Nun ist die Entscheidung gefallen.