Inspiration

Heimliche Heilige

Zugegeben: Als überzeugter Katervater und Katzen-Anhänger nimmt man dieses unterhaltsame wie einfühlsame Buch von Hape Kerkeling nicht ohne voreingenommene Sympathie und ein gewisses Grundverständnis zur Hand. „Katzen sind eigentlich meine heimliche Religion. Solange ich denken kann, gibt es so eine tiefe Verbindung, die ich zu Katzen habe“, sagt Kerkeling.

Angefangen hat es in der Kindheit nach dem Freitod seiner Mutter. Die Großeltern kamen mit Peterle, Hapes erstem Kater, es folgten schließlich Samson und Spock, die er einst von den Ruhrpott-Flodders, der Familie Paslowski, befreite: „Hömma, der getigerte Kater heißt Samson, nach meinem Tabak für Selbstgedrehte und der rote heißt Spock, wegen der spitzen Ohren. Kennse ‚Entapreis‘, Happe?“ fragte Vadder Flodder – und „Happe“ ergreift mit den Katern die Flucht. Was folgt, sind rührende, sehr persönliche Episoden, die Kerkeling samt seinen Katzen bis nach Italien führen. Dass der Autor Witz und Humor hat, dürfte hinlänglich bekannt sein – und Kerkeling versteht es besonders mit diesem Buch wunderbar, genauso zu erzählen, wie ihn sich sein Publikum auf die große Bühne zurückwünscht. „Pfoten vom Tisch“ bietet zudem eine kleine Katzen-Rassen-Kunde, auch die mit pointiertem Witz unterhaltsam aufgeschrieben und viele Alltags-Szenen, in denen sich der geneigte Dosenöffner wiederfindet. Ein leichtes Lesevergnügen (nicht nur) für Katzenliebhaber.

Hape Kerkeling: „Pfoten vom Tisch! Meine Katzen, andere Katzen und ich“, Piper Verlag, München 2021, 304 Seiten, 22 Euro

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