Inspiration

Gegner-Vorstellung | Wiedersehen mit alten Bekannten

Nürnberg, Heidenheim und Bochum - die Lilien-Spiele im September

SV Darmstadt 98 – 1. FC Nürnberg
Sonntag, 15.9., Anpfiff 13.30 Uhr
Mehr als sechs Jahrzehnte lang war der 1. FC Nürnberg mit neun Titelgewinnen stolzer deutscher Rekordmeister. Deutlich weniger stolz ist der Verein dagegen auf seinen jüngsten Titel: Seit vergangener Saison ist Nürnberg mit neun Abstiegen nämlich deutscher Rekordabsteiger. Mit acht Aufstiegen sind die Franken zugleich aber auch Rekordaufsteiger in die Bundesliga. Und diese Zahl will der Club (fränkisch „Glubb“) diese Spielzeit mit einer weiteren Rückkehr ins Oberhaus gerne ausbauen. Dabei sollen auch zwei Ex-Lilien-Spieler helfen: Mittelfeldspieler Hanno Behrens und Keeper Christian Mathenia. Behrens verließ die Lilien im Sommer 2015, nachdem man sich nicht auf einen neuen Kontrakt hatte einigen können. In Nürnberg ist er mittlerweile Kapitän – und Publikumsliebling wie einst in Darmstadt. Mathenia verließ die Lilien 2016 und machte noch einen Schlenker über den Hamburger SV, ehe er 2018 bei den Franken anheuerte.

1. FC Heidenheim – SV Darmstadt 98
Freitag, 20.9., Anpfiff 18.30 Uhr
Auf den Verein aus dem Osten von Baden-Württemberg trafen die Lilien in der vergangenen Saison in zwei gegensätzlichen Phasen: Das Hinspiel in Heidenheim gewannen die 98er am 4. Spieltag durch ein Tor von Marcel Franke 1:0, schoben sich auf Rang zwei und träumten davon, sich in der oberen Tabellenregion festzusetzen. In der Rückrunde unterlagen sie am Böllenfalltor mit einem noch äußerst schmeichelhaften 1:2, die Mannschaft rutschte Richtung Abstiegsränge. Trainer Dirk Schuster hatte fünf Winterneuzugänge in die Startelf gestellt – ein Experiment, das misslang, mehrere Stammspieler gegen den Trainer aufbrachte und letztlich auch mit zur Trennung von Schuster beitrug. In die laufende Saison ist das Team des dienstältesten deutschen Profitrainers Frank Schmidt (seit 2007 in Heidenheim) gut gestartet. Dabei hat der Verein in Robert Glatzel, Nikola Dovedan und Robert Andrich drei Leistungsträger für fast zehn Millionen Euro Ablösesumme verkauft. Ebenfalls abgegeben wurde Tim Skarke, zuletzt in Heidenheim kein Stammspieler mehr. Bei den Lilien sorgte der Flügelspieler jedoch in den ersten Spielen mit starken Auftritten und mehreren Treffern gewaltig für Furore.

VfL Bochum – SV Darmstadt 98
Samstag, 28.9., Anpfiff 13 Uhr
Fast sieben Jahre war Dimitrios Grammozis Angestellter des VfL Bochum. In der Spielzeit 2012/13 ließ er dort zunächst in der zweiten Mannschaft seine Spielerkarriere ausklingen. Anschließend arbeitete er als Co- und Nachwuchstrainer für den Verein aus dem Ruhrpott. Ende Februar 2019 übernahm er bei den Lilien seinen ersten Posten als Cheftrainer eines Profivereins und hat mittlerweile alle Zweifler überzeugt. Ende September kommt es nun bereits zum zweiten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein. Das erste Wiedersehen gab es beim 0:0 am 30. Spieltag der Vorsaison im April. Grammozis ist nicht der einzige Lilien-Vertreter mit Bochumer Vergangenheit. Auch seine beiden Co-Trainer Iraklis Metaxas und Sven Piepenbrock (vor seiner Hochzeit im Sommer noch Thur) betreuten dort Teams. Spieler in Bochum war bis vergangenen Herbst Offensivmann Johannes Wurtz. Zudem haben drei weitere Ex-Bochumer, die dort noch mit Grammozis zusammengespielt hatten, die Lilien mittlerweile verlassen: Daniel Heuer Fernandes (Hamburger SV), Sören Bertram (1. FC Magdeburg) und Selim Gündüz (KFC Uerdingen 05).ko