Inspiration

Gefährliche Fundsachen

Finger weg von Dingen, die einem nicht gehören – diesen Ratschlag hätte sich Erin besser zu Herzen genommen. Aber die Britin greift auf ihrer Hochzeitsreise einfach zu, als sie eine herrenlose Tasche im Meer findet. Und bringt sich damit in Teufels Küche.

Es sollte ein Bilderbuch-Honeymoon werden auf Bora Bora, dem traumhaften Atoll im Süd-Pazifik. Nach ihrer Hochzeit brechen Erin und Mark auf, um unter Palmen am weißen Strand ihre Zweisamkeit zu genießen. Doch beim Tauchausflug fischen die beiden eine schwarze Tasche aus dem Meer, die sie mitnehmen und in ihrem Hotel abgeben. Kurioserweise landet die Tasche wieder bei ihnen. Ein neugieriger Blick hinein lässt ihnen das Blut gefrieren. Erin und Mark wittern ein Verbrechen. Was tun? Der Besitzer will sicher nicht, dass die Polizei eingeschaltet wird und könnte es auf sie abgesehen haben, befürchten sie. Also beschließen sie wider jede Vernunft, die Tasche mit nach England zu nehmen. Denn der sagenhaft wertvolle Inhalt weckt Begehrlichkeiten und schürt die Hoffnung auf ein sorgloses Leben. Schließlich ist Investmentbanker Mark gerade gekündigt worden und Erin verdient als Dokumentarfilmerin herzlich wenig – ein kleines Vermögen käme also genau zur rechten Zeit. Erin und Mark gelingt es, die heiße Fracht nach England zu schmuggeln, wo sie aus ihrem Fund Kapital schlagen wollen. Immer mehr verstricken sie sich dabei in illegale Machenschaften und geraten in den Sumpf des Verbrechens. Die aus Downton Abbey bekannte Schauspielerin Catherine Steadman jagt in ihrem ersten Roman ihre Hauptfiguren mit Karacho ins kriminelle Zwielicht und zeigt, dass bei Geld die Liebe (manchmal) aufhört.

Catherine Steadman | Something in the Water | Piper | 10 Euro