Inspiration

Für Mütter

Die frühere Darmstädterin, ehemalige VORHANG AUF-Autorin und Mutter von vier Kindern Alina Bronsky hat zusammen mit der Geburtsbegleiterin Denise Wilk ein Plädoyer gegen die Abschaffung der Mutter geschrieben.

Ist sie unersetzlich oder kann sie gleich weg? Hach, was wird derzeit über die Mutter diskutiert! Wo die einen sie überhöhen, wollen die anderen sie am liebsten abschaffen. Statt emotionalen und sozialen Rückhalt bekommen Mütter Ratschläge, Kontrolle und Vorgaben.

Denn eines wird ihnen pauschal unterstellt. Mütter können so ziemlich alles falsch machen. Darum stehen sie auch unter beständigem Rechtfertigungszwang: Hat sie sich das mit dem Kind gut überlegt, wie mutig, nicht zu arbeiten, schlimm, wie gluckenhaft sie ist.

Das muss aufhören, meinen die Autorinnen

Die-Abschaffung_der_MutterSie fordern eine Rückkehr zu einer ursprünglicheren Wertschätzung. Jede werdende Mutter soll selbst entscheiden, wo sie wie entbindet, Mamis sollen solange stillen, wo und wie sie wollen, Frauen müssen trotz bester Karrierechancen ein Jahrzehnt pausieren dürfen, ohne als Heimchen am Herd zu gelten. Sachlich und respektvoll bringen die Autorinnen zur Sprache, was Mamis in Zeiten der Überinformiertheit plagt: Alle führen sich auf wie Experten, nur der Mutter wird unterstellt, sie sei Amateurin.

Alina Bronsky, Denise Wilk: Die Abschaffung der MutterDeutsche Verlags-Anstalt, 17,99 Euro