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Büchners Aretino (eine Fiktion von Jan-Christoph Hauschild)

22. April 19:30 - 22:00

Rom im Jahr 1522. Der tägliche Kampf um die Grundbedürfnisse gebiert ein allgemeines Sündenbewusstsein. Die Menschen leben in Furcht und Schrecken vor den Strafen, die sie im Jenseits erwarten. Geschäftstüchtige Politiker und religiöse Fanatiker wissen dies in einträgliche Bahnen zu lenken.

Die spitze Feder von Pietro Aretino mit dem Motto „Veritas odium parit (die Wahrheit brütet Hass aus)“ macht den Satiriker beim Volk und bis in die höchsten Kreise berühmt. Doch ein System, das davon lebt, den einzelnen in wirtschaftlicher, politischer und geistiger Abhängigkeit zu halten, kann dies nicht lange dulden … 

Die Inszenierung der BüchnerBühne stellt zunächst die Frage, was Georg Büchner an der historischen Figur Aretino gefesselt und zum Schreiben eines Stückes bewegt haben könnte. Vielleicht dies: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ – Ein berühmter Satz Adornos, der bis heute durch seinen Auffordungscharakter beunruhigt und auf Büchners eigenes Dilemma verweist: Der Mensch könne nicht aktiv in den alles verschlingenden Prozess der Geschichte eingreifen, sondern sei lediglich deren Spielball, nur „Schaum auf der Welle“.

Doch liefert die Geschichte ausreichend Beispiele, in denen die Anstrengungen Einzelner – oft über ihr Scheitern hinaus – weitreichende Wirkungen entfaltet haben. Insofern wollen wir mit unserer Arbeit Büchner und Aretino zum Vorbild nehmen für ein Plädoyer, die Fragen nach Werten, Wahrheit und Menschenrechten auch künftig nicht nur den Mächtigen zu überlassen.

Details

Datum:
22. April
Zeit:
19:30 - 22:00
Veranstaltungskategorie:
https://buechnerfindetstatt.d

Veranstaltungsort

BüchnerBühne
Kirchstraße 16
Riedstadt-Leeheim, 64560 DK

Veranstalter

BüchnerFindetStatt