Inspiration

„Es kommt jetzt nur auf den Willen und auf die Tagesform an“

Tobias Kempe über Fußball in Zeiten von Corona

Keine Zuschauer im Stadion, keine öffentlichen Pressekonferenzen – nach dem ersten Spiel nach der Corona-Pause, dem 0:2 beim Karlsruher SC, sprach Tobias Kempe in einer Telefonkonferenz darüber, wie die Pandemie den Fußball verändert.
Tobias, wie platt wart Ihr nach dem ersten Spiel nach zwei Monaten?

Tobias Kempe: Es ist schon enorm, was Wettkampfbedingungen ausmachen. Das kann man nicht vergleichen mit Training oder Trainingsspielen.

Wie war die Atmosphäre beim Geisterspiel?

Tobias Kempe: Damit müssen wir jetzt alle klarkommen. Es ist natürlich viel schöner, vor Tausenden Fans zu spielen. Aber im Moment gibt es die Situation einfach nicht anders her. Man muss sich immer zu 100 Prozent auf das Spiel fokussieren und 90, 95 Minuten im Wettkampfmodus sein. Das ist für uns alle neu.

Was erwartest Du für die nächsten Spiele?

Tobias Kempe: Das werden jetzt alles enge Spiele werden. Es gibt jetzt keinen Heim- oder Auswärtsvorteil mehr. Es kommt jetzt nur auf den Willen und auf die Tagesform an.

Du hast gerade einen neuen Vertrag unterschrieben, allerdings nur über ein Jahr, was sicher auch mit den vielen Unwägbarkeiten wegen der Corona-Pandemie zusammenhängt. Du hast Familie, bist um die 30. Hättest Du unter anderen Bedingungen nicht gerne einen längerfristigen Vertrag unterschrieben?

Tobias Kempe: Es wäre unter anderen Bedingungen wahrscheinlich auch so gekommen. Aber es war überhaupt kein Thema, da dem Verein entgegenzukommen. Klar weiß ich auch, dass ein langfristiger Vertrag für mich besser wäre. Aber man muss an beide Seiten denken. Und ich glaube, da sind wir gut zusammengekommen.