Inspiration

Erinnerungskultur – analog und digital

Erinnerungsbuch und Gedenkseite im Internet. © 2020 Jürgen Wolf Kommunikation GmbH, DA

„Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist nicht tot. Er ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen wird“

Immanuel Kant

Es gibt viele Möglichkeiten, die Erinnerung an einen verstorbenen Angehörigen oder Freund zu bewahren und lebendig zu halten. Natürlich sind Grab und Friedhof traditionell ein wesentlicher Teil der Erinnerungskultur. Daneben haben sich regional, kulturell und religiös unterschiedliche Formen des Andenkens entwickelt und etabliert, so etwa die Gedenktage Totensonntag und Allerseelen. Eine lange Tradition haben ebenso Erinnerungsbildchen, auch Sterbebilder oder Totenzettel genannt: meist mit Portrait des Verstorbenen und einem Spruch versehen, verwahren viele Hinterbliebene sie sogar im Portemonnaie. Heute gibt es noch vielfältigere Möglichkeiten des persönlichen Andenkens: ein Beispiel dafür sind Erinnerungsbücher, Fotobücher mit Bildern aus dem Leben des Verstorbenen und von der Trauerfeier. Ein weiteres sind Gedenkseiten im Internet, die überall und jederzeit gemeinsames Trauern und Gedenken erlauben. Frank Willenbücher, Bestatter in Bessungen, erklärt: „Diese teilweise neuen Formen des Gedenkens ermöglichen liebevolles Erinnern. Sie sind wichtige Hilfen für die Trauerarbeit und sie spenden Trost – gerade in der aktuellen Phase mit einschneidenden Beschränkungen auch bei Trauerfeiern.“

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