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E-Mobilität: Ist man den Dingern eigentlich hilflos ausgeliefert?

Ralf Hammann von der Zurich versteht sich als Übersetzer des verwirrenden Assekuranz-Sprech. Bezirksdirektion der Zurich Versicherungen Deutschland Groß-Gerauer Str. 6a , 64560 Riedstadt,Tel.: 0 61 58 - 71 589 Mail: ralf.hammann@zuerich.de

Was meine ich damit?
Nun in den Großstädten der Republik hat man das Gefühl, dass die E-Scooter von irgendwelchen Anbietern wahllos in die Stadt gekippt wurden. An
jeder Ecke, an jedem freien Platz liegen und stehen diese Scooter rum. Natürlich ist das so bei der Zulassung dieser Dinger von der Bundesregierung nicht erwartet worden. Auf jeden Fall müssen hier dringend Regelungen gefunden werden.
Es ist ja schön, dass die Teile mit einem Mini-Mofaschild versehen sind und damit auch versichert, aber was macht man denn, wenn man bei einsetzender Dunkelheit unerwartet über so ein Teil fällt. Es ist ja kein Eigentümer oder Fahrer dabei. Nun durch die Mofaschilder kann man über den Zentralruf der Autoversicherer den Halter ausfindig machen. Ob das zu einem Haftungsanspruch führt, bleibt dahingestellt. Was war das für ein Eiertanz, bis die Segways die Zulassung bekamen. Irgendwie war das nervend, aber zumindest damals etwas besser durchdacht.
Augen aufhalten! Auch wenn es um die oft viel zu schnell radelnden E-Bikes geht, ist Vorsicht angesagt. Nicht jeder, der so ein Ding bewegt, kann auch damit umgehen. In jedem Fall – und ihr wisst, das rate ich immer – sollte man eine eigene Unfallversicherung haben. Haftungsfragen sind allzu häufig Thema in deutschen Gerichten und nicht immer geht das so aus, wie man es sich vielleicht vorstellt.

Wie muss/kann man die E-Teile versichern?
Nun, es gibt versicherungspflichtige Fahrzeuge. Für die benötigt man den gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungsschutz. Das ist nicht anders als beim PKW oder Motorrad. Alle nicht zulassungspflichtigen E-Fahrzeuge sind bei modernen Privathaftpflichtversicherungen automatisch mitversichert. Das wird im Prinzip genau wie ein Fahrrad oder nicht motorisiertes Fahrzeug gesehen. Achtung: diese Aussage gilt nur für E-Mobilität. Immer wenn ein Benzinmotor dabei ist, sieht es anders aus. Wenn es um die Kaskodeckungen geht, kann ich jedem nur empfehlen, einen speziellen E-Mobilschutz, zum Beispiel bei der Zurich, abzuschließen. Dort ist deutlich mehr versichert, als zum Beispiel in der Hausratversicherung, über die man alle nicht versicherungspflichtigen E-Fahrzeug gegen Einbruch/Diebstahl mitversichern kann.
Ein moderner E-Mobil-Schutz versichert in einer „All-Risk-Deckung“ auch Schäden am Akku, unsachgemäße Bedienung, Überspannung, Ersatz nach Schäden infolge Diebstahl/Einbruchdiebstahl, Raub, Fall, Sturz oder Unfall. Man kann eine Neuwertentschädigung für Ersatzteile vereinbaren und wird auf Kosten der Versicherung nach einem versicherten Schaden heimgefahren. Kaskodeckungen sind bei weitem nicht so umfangreich.

Auf jeden Fall gilt: Vorsichtig fahren, auf E-Scootern nur alleine und immer mit Blick auf den Fußgänger aber auch auf den Autoverkehr. 10 Km/h klingt langsam, tut aber schon richtig weh!

Ralf Hammann

Zurich Bezirksdirektion
Hammann & Sohn
Groß-Gerauer Str. 6A
64560 Riedstadt
Tel.: 0 61 58 -71 589
hammann@zuerich.de