Inspiration

Digitale Führung in der Sammlung des Hessischen Landesmuseums

In der zweiteiligen Videoführung stellt Dr. Thomas Foerster ausgewählte mittelalterliche Kunstwerke in der Gemäldegalerie im Hessischen Landesmuseum Darmstadt vor. Diese Zeugnisse gelebter Frömmigkeit des christlichen Spätmittelalters künden davon, wie sich Gläubige die Menschwerdung Gottes vorstellten.

Im ersten Teil steht die Adventszeit im Zentrum. Seit der Spätantike feiern die Christen die Geburt ihres Heilandes zur Zeit der Wintersonnenwende am 25. Dezember. Thomas Foerster erläutert, wie die Evangelienberichte und kirchlichen Lieder die Erscheinung Jesu Christi in der Welt ankündigen und wie bildliche Darstellungen diese wiedergeben.

Im zweiten Teil werden die Zuschauer am Vorabend des Weihnachtsfestes durch die Heilige Nacht in die Weihnachtszeit hineingeführt. Hierbei werden Darstellungen der Geburt Christi betrachtet, mit denen seit Jahrhunderten eine frohe Botschaft verbunden ist. Sie drücken aus, dass das Licht, das vom Jesuskind in der Krippe ausgeht, eine hellere und heilsame Zeit bringen soll.

Hintergrund

Advent bedeutete früher eine 40-tägige Vorbereitungszeit vor dem Geburtsfest Christi, die am 11. November begann und am 25. Dezember endete. Gläubige erwarten eine besondere »Ankunft« bzw. »Erscheinung«, die sie an den weihnachtlichen Hochfesten feiern. Sie erinnern an das erste Kommen des Gottessohnes zu den Menschen, d.h. an seine Geburt. Zugleich erwarten sie Christi Wiederkunft in der Gemeinde und in den Herzen der Menschen. Als Vorbereitung werden Lieder gesungen und biblische Texte gelesen, die das Kommen des Messias ankündigen. Johannes d. Täufer spielt als Wegbereiter Jesu ebenso eine Rolle wie die Vorgeschichte der Geburt Jesu mit der Verkündigungsbotschaft des Engels Gabriel an Maria. Jesus erblickt als Menschenkind mit göttlicher Ausstrahlung in einer ärmlichen Krippe das Licht der Welt und ist zugleich der »Lichtbringer«. Die Darstellungen der Heiligen bzw. geweihten Nacht versuchen diesen Aspekten gerecht zu werden. Kostbare Altarbilder und Skulpturen veranschaulichen, wie bedeutsam dieses Ereignis von den Gläubigen empfunden wurde.

Die Führungen sind ab sofort online auf der Homepage www.hlmd.de und / oder über die YouTube abrufbar.

Links zur digitalen Führung:

https://youtu.be/qPX2rDanMaQ
https://youtu.be/VXgCwVOu_2Q