Inspiration

Die Sache mit den guten Vorsätzen | Weniger das ganze Jahr über? Geht auch!

Anke Breitmaier

Na, was haben Sie sich für 2020 vorgenommen? Das Jahr ist schon ein paar Wochen alt und erfahrungsgemäß ist bei vielen bereits der ein oder andere gute Vorsatz auf der Strecke geblieben. Macht nichts: Es ist nie zu spät, etwas zu verbessern. Und man kann auch jederzeit klein anfangen.

Fitter, schöner, gesünder und zufriedener – wer will das nicht sein? So manches soll besser oder zumindest anders werden, das wünschen sich viele alle Jahre wieder.
Laut einer Forsa-Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit sind das die Top 5 der guten Vorsätze für 2020:

1. Weniger Stress, mehr Zeit für Familie und Freunde, umwelt- und klimafreundlicher leben (64 Prozent)
2. Mehr Bewegung und Sport (56 Prozent)
3. Mehr Zeit für sich selbst (53 Prozent)
4. Gesündere Ernährung (53 Prozent)
5. Abnehmen (36 Prozent)

Leichter gefasst als eingehalten

Gerade zu Jahresbeginn sind wir bereit, Opfer zu bringen, um unser Ziel zu erreichen. Aber kaum hat uns der Alltag wieder, schleicht sich rasch der Schlendrian ein.
Das liegt zum einen daran, dass wir schnell wieder in bekannte Muster verfallen. Zum anderen scheitern gute Vorsätze oft daran, dass sie zu hoch gegriffen sind. Zu ambitionierte Ziele verlangen uns viel ab und erfordern einen festen Willen und Disziplin. Und die Krux an der Sache: Wer rückfällig wird, legt seinen guten Vorsatz aus Frust womöglich gleich ganz ad acta. Dabei müssen es nicht immer die richtig großen Vorhaben sein. Man kann auch klein beginnen, dafür die guten Vorsätze aber auch wirklich angehen.

Sechs gute Vorsätze, mit denen man jederzeit anfangen kann

  • Plastik meiden: Mit der Tupperdose an die Wursttheke, das Stoffsäckchen für den Obsteinkauf nutzen und Duschgel ohne Mikroplastik verwenden. Gut ist!
  • Dankbar sein: Besser geht immer. Aber was ist eigentlich schon ziemlich gut? Einfach jeden Tag drei Dinge notieren, für die Sie heute dankbar waren, eben weil sie schon passen.
  • Bewusst genießen: Nicht verzichten, sondern wertschätzen: Es muss nicht gleich eine Rosine sein, schon ganz langsam ein Stück Schokolade auf der Zunge zergehen lassen, steigert den Genuss.
  • Bücher lesen: Lesen bereichert in vielerlei Hinsicht. Wie wär´s mal mit einem Besuch in der Stadtbücherei? Da haben Sie eine Riesenauswahl und vermeiden unnötige Käufe.
  • Freunde einladen: Auch wenn gerade mal kein Geburtstag ist, zu feiern gibt es immer was: nämlich Freundschaften! Also gleich mal Leute zum Abendessen einladen, einfach so.
  • Fremde anlächeln: Lächeln hebt die Laune. Gerade wenn einem mal wieder so gar nicht nach Lachen zumute ist, sollte man es tun: fremden Menschen ein Lächeln schenken.
Drei Fragen & Antworten zu guten Vorsätzen Drei Tipps für die Umsetzung
möglichGesund bleiben
Wie viele halten sich an ihre guten Vorsätze? Schätzungen zufolge wollen 40 Prozent aller Deutschen jedes Jahr ungesunde Gewohnheiten verändern, aber etwa 90 Prozent scheitern bei der Umsetzung..
Warum fassen wir immer zum neuen Jahr gute Vorsätze? Für viele ist der Jahresbeginn wie ein Neustart. Zugleich ist der 1.1. eine Art Stichtag, an dem sich die Resettaste leichter drücken lässt als zu anderen Zeiten.
Woran scheitern gute Vorsätze am häufigsten? Man hat sich zu viel vorgenommen, hat keine Strategie zur Umsetzung und zu wenig Motivation – Psychologen empfehlen, Veränderungen in kleinen Schritten anzugehen, Belohnungen einzubauen und nachsichtig zu sein, wenn der innere Schweinehund doch stärker ist.
Realistisch bleiben: Nicht fünf Kilo, sondern erstmal eins. Nicht abstinent, sondern erstmal zwei Wochen alkoholfrei. Nicht gleich vegan, sondern erstmal seltener Fleisch – wer durchhalten will, sollte sich realistische Ziele setzen, die im Alltag funktionieren.
Dranbleiben heißt die Devise: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie nicht ganz konsequent sind, dokumentieren Sie Erfolge und machen Sie weiter, auch wenn die Motivation nachlässt.
Entspannt bleiben: Alles, was Sie sich vornehmen, müssen Sie wirklich wollen. Alles andere muss nicht sein. Wenn Sie das bisschen Hüftgold wenig stört, kann es ruhig bleiben. Und kleine Sünden gehören zu einem genussvollen Leben vielleicht dazu, vergessen Sie das nicht.