Inspiration

Das Staatstheater im Oktober

Schauspiel

Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?) (UA)

Emilia opfert sich lieber mit einem Dolch, als dass sie der (gewaltsamen) Verführung durch einen Adeligen erliegen will. Das eigene reine Gewissen wird gegen eine Kultur der Intrigen und Täuschungen ausgespielt – und das mit tödlichem Ausgang für die Einzelne, aber mit moralischem Triumph einer Gemeinschaft. Wo findet man aber heute noch diese Opferbereitschaft? An den Rändern? Dort, wo Menschen nach oben streben? Volker Schmidt blickt mit ironischem Augenzwinkern auf das Verhältnis von Staatstheater und Realität „da draußen“ und erarbeitet mit Schauspieler*innen des Staatstheaters und Teilen des Ensembles von „Kranichstein represent (Deutschland braucht das)“ einen Einzug der Peripherie ins Herz der Stadt.

Premiere am 16.10. um 20 Uhr | Kammerspiele | weitere Termine am 22. und 28.10.

Johanna von Orléans – Am Beispiel Friedrich Schillers

Die junge Frau, die den König von England in die Knie zwang, inspirierte zahlreiche Dichter. Prominent steht Schillers „romantische Tragödie“ für eine freie Aneignung einer Figur, die den Tod einem Leben ohne Freiheit vorzog. Claudia Bossard untersucht Schillers brillantes Sprachkunstwerk genau und sucht nach einer eigenen Erzählung für eine Frau, deren Mut legendär geworden ist.

Premiere am 23.10. um 19 Uhr | Kleines Haus | weiterer Termin am 30. Oktober

Ballett

Horizonte

Inspiriert vom „Schmetterlingseffekt“ aus der Chaostheorie kreiert Alexander Whitley einen dynamischen Raum des Bewegungsflusses, der sich vom leichten Flügelschlag zum Hurrikan entfacht. Dahingegen setzt Sharon Eyal einen atmosphärisch dichten, energetisch aufgeladenen Tanz in den Mittelpunkt, der sich ekstatisch zu wummernden Beats ereignet und ins Bewusstsein einhämmert. Horizonte zeigt den Menschen in der wechselseitigen Beeinflussung von Geist und Materie, im Zwiespalt seiner Existenz als Geschöpf und Maschine. In diesem Spannungsfeld der Extreme bewegen sich Tänzer*innen zwischen zwei Polen, die in ihrer Unvereinbarkeit verbunden sind.

Premiere am 17.10. um 19 Uhr | Großes Haus | weiterer Termin am 22.10.

Tanzfestival Rhein-Main

Beim fünften Tanzfestival Rhein-Main treffen internationale Gastspiele auf regionale Produktionen. Workshops, Tanztees und Gespräche vervollständigen das Programm. Am Tanztag Rhein-Main laden unzählige Schnupperkurse die ganze Region zum Mittanzen ein.

„Versuchte Annäherung an einen Scheitelpunkt der Schwebe“ am 30. und 31. Oktober | Bühne Großes Haus und Foyer Großes Haus | „Harleking“ am 31. Oktober | Kammerspiele

Mehr Informationen unter www.staatstheater-darmstadt.de | Tel.: 06151-28 11 600