Inspiration

Das große Schlemmerfest | Essen & Trinken an Weihnachten

Anke Breitmaier

Lebkuchen und Glühwein, Gänsebraten und Rotwein, Schokonikoläuse und Vanillekipferl – wer kann dazu schon nein sagen? In der Weihnachtszeit kommen selbst die kalorienbewusstesten Menschen in Versuchung. Denn Essen und Trinken gehören zum Fest einfach dazu.

Zu keiner anderen Zeit im Jahr fällt es wohl schwerer, kulinarischen Verführungen aus Vernunftgründen zu widerstehen. Überall duftet es lecker nach Gebäck, auf dem Weihnachtsmarkt kommt man kaum an Würstchen und Glühwein vorbei und Heiligabend wird bei den meisten Deutschen mächtig aufgetischt.
Mit Folgen: Eine amerikanische Studie fand 2016 heraus, dass die Deutschen zehn Tage nach Weihnachten am dicksten sind.
Deutsche Untersuchungen beruhigen aber: Demnach sind es nicht mehrere Kilos, sondern lediglich knapp 400 Gramm, die jeder tatsächlich zunimmt. Aber – und das ist ein dickes Problem – dieses knappe Pfund wird meist nicht wieder abgenommen. Über die Jahre kann sich so nicht nur auf den Hüften einiges ansammeln.

Nicht abnehmen, Gewicht halten lautet die Devise!

Trotz der Gefahr für die Figur: Den Genuss sollten Sie sich nicht verderben lassen, indem Sie sich immer vor Augen halten, wie viele böse Kalorien Ihnen da gerade auf der Zunge zergehen. Wenn Sie schlemmen, dann tun Sie es bewusst und ohne Reue. Weihnachten ist nur einmal im Jahr, Abnehmen können Sie auch ab dem 2. Januar. Und Sie können sich zum Beispiel an diese Ratschläge halten:

  • Ketchup weglassen: Die Bratwurst allein hat schon ganz schon was drauf, mit Brötchen und Soße wird sie noch üppiger. 100 g Ketchup haben nämlich etwa 112 Kalorien und stolze 22 g Gramm Zucker.
  • Heißen Apfelwein trinken: Der hat pro Becher nur knapp 100 Kalorien und ist damit halb so energiereich wie seine traubenhaltigen Kollegen.
  • Ein Glas lauwarmes Wasser vor dem Festessen – und schon ist ein Teil des Magens mit Flüssigkeit gefüllt. Wissenschaftler fanden heraus, dass dies die Kalorienaufnahme tatsächlich hemmt.
  • Fett wegkriegen ist zumindest beim Festessen gar nicht so schwer. Hier ein bisschen weniger Butter, dort kein Löffel Schmand zum Abschmecken und statt Sahne rundet etwas Milch die Soße ab, schon hat man etliche Kalorien gespart.
  • Zu Grapefruit greifen: Winterzeit ist Südfruchtzeit, Orangen und Mandarinen haben allerdings einen recht hohen Fruchtzuckergehalt. Ihre bittere Schwester dagegen enthält Inhaltstoffe, die Stoffwechsel und Fettverbrennung ankurbeln. Ein paar Scheibchen Grapefruit nach dem Essen können vielleicht etwas fieses Fett killen.
Drei aufregende Infos zu Weihnachten Drei wichtige Ernährungshinweise fürs Fest
HerzinfarktKuemmel
Wussten Sie, dass an keinem Tag die Herzinfarktrate höher ist als an Heiligabend? Eine schwedische Studie ermittelte, dass am 24. Dezember um 22 Uhr das größte Risiko für einen Herzinfarkt besteht. Die Wissenschaftler vermuten, dass die gefühlsgeladene Stimmung an Weihnachten dazu beiträgt.
Wussten Sie, dass es der Weihnachtsmann eine reine Kunstfigur ist? Sein Aussehen geht zwar auf den Heiligen Nikolaus zurück, das heutige Outfit mit rot-weißer Kluft aber auch auf eine Coca-Cola-Werbekampagne von 1932.
Wussten Sie, dass die Deutschen etwa 282 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben? Jedenfalls hatten das die meisten 2018 vor. Übrigens sind es nicht mehr nur Socken, Bücher und Elektrowaren, die unterm Baum landen. Der Trend geht zu Erlebnissen – man schenkt Zeit, nicht Materielles.
Weniger Glühwein trinken. Immerhin stecken in 200 Milliliter etwa 200 Kilokalorien. Der hohe Zuckergehalt überdeckt den Alkoholgeschmack, darum trinkt man auch mehr. Und der Alkohol geht durch die Wärme auch schnell ins Blut.
Kümmel futtern: Blähungen und Völlegefühl treten nach all der Völlerei gehäuft auf. Wer nach dem Essen einen halben Teelöffel Kümmel in den Mund nimmt und vor dem Herunterschlucken gut kaut, verhindert womöglich Übles.
Vorsicht, Kalorienbomben: Gebrannte Mandeln können pro 100 Gramm über 500 Kilokalorien haben. Davor noch rasch 100 Gramm Vanillekipferl mit etwa 500 Kalorien verputzt, und als Absacker einen Lebkuchen, der mit bis zu 600 Kalorien zu Buche schlagen kann. Macht locker 1600 Kalorien, was beinah dem täglichen Kalorienbedarf einer erwachsenen Frau entspricht.