Darmstädter Krimilust 2026

Krimilesungen und Gespräche über Kriminalität und Straftaten

Unser Krimiautor Andreas Roß startet wieder mit seiner Veranstaltung „Darmstädter Krimilust“ in der Stadtkirche. Im Frühjahr 2026 sind vier Veranstaltungen geplant.

Dabei spricht er immer mit einer Person, die etwas mit realen Krinialfällen zu tun hat, anschließend gibt es einen Musicact und danach noch eine Lesung. Den Anfang macht Andreas Roß am Sa., 17. Januar. Er spricht mit der True-Crime Autorin und Podcasterin (Spurenelemente) Franziska Franz über die Frankfurter Kettenhofmorde von mehr als 30 Jahren. Anschließend wird die Musikgruppe J. Plums Family beruhigende und auch furchteinflößende Klangkollagen zum Besten geben. Es folgt eine Lesung mit dem Mainzer Autor Peter Jackob, der mit seinen Bekker-Krimis, seinen Sherlock-Holmes-Romanen und dem Finnland-Thriller „Kilju“ bekannt wurde. Im Gespräch dabei ist der Erste Kriminalhauptkommissar im Ruhestand Peter Metzdorf. Gemeinsam stellen sie Teile aus ihrem Programm „Unter Kommissaren – Fiktion trifft Realität“ vor.

Der Erlös des Abends kommen der Orgel der Stadtkirche zugute. Alle Mitwirkenden haben auf ein Honorar verzichtet.

Weißer Ring & Osthafen

Andreas Roß spricht mit Detlev Daum über seine Tätigkeit beim „Weißen Ring“

Detlev Daum hat sich als Justizvollzugsbeamter den größten Teil seines Berufslebens mit den Tätern beschäftigt. So war nach seiner Ruhestandversetzung naheliegend, dass er sich ehrenamtlich um die anderen Seite der Medaille, die Opfer von Straftaten, kümmert. Der „Weiße Ring“ ist ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhinderung von Straftaten mit über 40.000 Mitgliedern und ist somit die größte Hilfeorganisation für Opfer von Kriminalität in Deutschland. Darüber hinaus engagiert sich der „Weiße Ring“ in der Präventionsarbeit und steht für andere Organisationen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Seit September 2018 ist Detlev Daum der Leiter der Außenstelle in Darmstadt. Sein Team kümmert sich pro Jahr um ca. 130 bis 150 Kriminalitätsopfer in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Es liest Ralf Schwob „Osthafen“

Ralf Schwob lebt in Groß-Gerau. Er studierte Germanistik in Mainz, war danach in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Lektor und Redakteur. Er veröffentlicht seine literarischen Arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre und hat damit viele regionale und überregionale Preise gewonnen.

In den Türmen des alten Frankfurter Gaswerks am Osthafen gehen seltsame Dinge vor sich … Alexander Bühler, ein Arzt ohne Approbation, behandelt dort Kriminelle, die schnell medizinische Hilfe brauchen. Als der alternde Zuhälter Siggi die übel zugerichtete Zwangsprostituierte Adriana in die illegale Praxis schleppt, kann Bühler der Frau aber nicht mehr helfen. Während Siggi sich auf den Weg nach Groß-Gerau macht, um die Leiche auf dem alten Safariland-Gelände verschwinden zu lassen, macht Bühler eine verstörende Entdeckung: Offenbar irrt der kleine Sohn Adrianas irgendwo in Frankfurt herum und sucht seine Mutter. Bühler findet das verstörte Kind und nimmt es mit zu sich nach Hause, ohne zu ahnen, dass der Junge der Schlüssel zu einer größeren Summe Geld ist, die Adriana kurz vor ihrem Tod einem Freier geklaut hat. Nicht nur Zuhälter Siggi, sondern auch der geschasste Freier und ein ehemaliger Kiezkönig sind auf der Suche nach dem verschwundenen Geld und bereit, dafür über Leichen zu gehen …

Sa. 14.2.26 | 19 Uhr | Einlass 18.30 Uhr | Stadtkirche Darmstadt | Kirchstraße 11 | Tickets 13,76 Euro | https://ztix.dewww.stadtkirche-darmstadt.de

Schauspieler Frank Schraml & Richter Thorsten Schleif

Andreas Roß spricht mit dem Tausendsassa Frank Schraml

… über seine Leidenschaft zur Schauspielerei , und warum er sich letztendlich doch verstärkt für die Regiearbeit entschieden hat.

Im Mai 2019 startete der Frankfurter, der seit einigen Jahren im Odenwald wohnt sein Filmprojekt „Irrtum“. „Irrtum“ ist eine Filmproduktion, die über Nacht entstanden ist. Was ursprünglich eine 2 Minuten-Verhörraumszene werden sollte, wurde über die letzten Jahre zu einem spannenden Krimi. Mehr als 300 begeisterte Filmfreunde haben bisher dazu beigetragen, dass über die Zeit eine tolle „Irrtum“-Familie entstanden ist. Das Low-/No-Budget Projekt wird von allen Beteiligten in deren Freizeit meist am Wochenende umgesetzt. Mittlerweile werden Teil 2 und Teil 3 gedreht.

Es liest Richter Thorsten Schleif „Richter leben besser“

Thorsten Schleif, Jahrgang 1980, Richter am Amtsgericht in Dinslaken, ist seit über 17 Jahren als Richter im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen tätig. Seit 2019 veröffentlicht er Sachbücher, seit 2022 auch Kriminalromane. Er lebt mit seiner Familie und sechs Katzen in Duisburg.

Amtsrichter Siggi Buckmann sitzt in der Klemme: Während er seiner Lebensgefährtin und Journalistin Robin Bukowsky über seine Kontakte zu Polizei und Staatsanwaltschaft bei ihren Recherchen in einem Mordfall hilft und der Wahrheit gefährlich nahe kommt, wird er plötzlich verhaftet. Unverhofft findet er sich hinter Gittern wieder. Der Vorwurf: Beihilfe in einem längst aufgeklärten Mord. Offenbar will ihn jemand ausschalten, das belastbare Material stammt ausgerechnet von Robin. Jetzt muss Buckmann sich selbst retten …wenn auch nicht ganz so gesetzeskonform …

Sa. 21.3.26 | 19 Uhr | Einlass 18.30 Uhr | Stadtkirche Darmstadt | Kirchstraße 11 | Tickets 13,76 Euro | https://ztix.de | www.stadtkirche-darmstadt.de

Kriminalhauptkommissar Björn Rothmüller & Autor Aexander Pfeiffer

Andreas Roß spricht mit dem Kriminalhauptkommissar Björn Rothmüller über Spuren- und Tatort-Arbeit

Björn Rothmüller ist der Standortleiter des Erkennungsdienstes in Erbach und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz zum Thema Spuren und Tatortarbeit.

Die Tatortarbeit umfasst alle Massnahmen, die am Tatort einer Strafttat durchgeführt werden. Ziel ist es den Tathergang zu rekonstruieren und objektive Beweise für das Ermittlungsverfahren zu gewinnen. Die Arbeit erfolgt systematisch und mit hohem Fachwissen, um keine Spuren zu zerstören oder zu übersehen. Wichtige Säulen der Tatortarbeit sind die Spurensicherung (Sichtbarmachen und verpacken der Spuren) und die Tatortdokumentation (fotografisch, schriftlich, digital).

Über all dies wird Kriminalhauptkommissar Björn Rothmüller an diesem Abend informieren.

Es liest Alexander Pfeiffer „Terrorballade“

Alexander Pfeiffer wurde 1971 in Wiesbaden geboren, wo er bis heute lebt. Er ist Schriftsteller, Literaturveranstalter, Moderator und Leiter von Schreibwerkstätten. Neben drei Bänden mit Kurzgeschichten und vier Gedichtbänden veröffentlichte er bislang fünf Kriminalromane und gab die Anthologiereihe „KrimiKommunale“ heraus. Für den Kurzkrimi „Auf deine Lider senk ich Schlummer“ erhielt er 2014 den Friedrich-Glauser-Preis.
Mit seinem neuen Kriminalroman „Terrorballade“ widmet er sich dem Vermächtnis der Rote Armee Fraktion (RAF) – ein Thema, das mit der Verhaftung der ehemaligen Terroristin Daniela Klette am 26. Februar 2024 ungeahnte Aktualität erfahren hat.

Sänger ist arbeitslos. Filmvorführer war er mal, Privatdetektiv will er nicht sein. Und doch halten ihn manche für genau das. So auch die Frau, die ihn bittet, ihren einstigen Geliebten Robert „Robby“ Zimmermann aufzuspüren. Ein Auftrag mit reichlich Sprengkraft, denn Robby hat als V-Mann einst Zugang zur RAF gefunden und für den entscheidenden Schlag des Verfassungsschutzes gegen die „antiimperialistische Stadtguerilla“ gesorgt.

Sa. 11.4.26 | 19 Uhr | Einlass 18.30 Uhr | Stadtkirche Darmstadt | Kirchstraße 11 | Tickets 13,76 Euro | https://ztix.de | www.stadtkirche-darmstadt.de