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Darmstadt gewinnt gegen die Bayern

Bild: Herbert Krämer

VORHANG AUF…für den Lilien-Nachwuchs

Halten Sie nicht für möglich? Die U15 hat bewiesen, dass es funktioniert und auch die anderen Mannschaften des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) der Lilien sind gut in die Saison gestartet. Vorhang Auf-Autorin Selina Eckstein wollte mehr über die Nachwuchsteams erfahren und hat bei NLZ-Leiter Björn Kopper nachgefragt.

Selina Eckstein (SE): Herr Kopper, wie ist der Saisonstart bei den Jugendmannschaften aus Ihrer Sicht als NLZ-Leiter verlaufen?

Björn Kopper (BK): Insgesamt können wir mit dem Saisonstart der neun NLZ-Teams zufrieden sein. Gerade die U15, die in Deutschlands höchster Spielklasse, der Regionalliga Süd, spielt, ist gut in die Saison gekommen und hat unter anderem gegen Bayern München 2:1 gewonnen.

SE: Welcher Mannschaft steht eine schwierige Saison bevor?

BK: Am Schwierigsten wird es mit Sicherheit für die U14, die nach dem Gewinn der Meisterschaft letzte Saison in der U15-Verbandsliga nun als junger Jahrgang in der U15-Hessenliga spielt. Das ist für unsere Ausbildung der Talente optimal, U14 in der U15-Hessenliga und U15 in der Regionalliga Süd. Besser geht es nicht. Aber durch die in diesem Alter einsetzende Pubertät sind die körperlichen Unterschiede schon extrem. Und da unsere Jungs noch ein Jahr jünger sind als die Gegner, ist das eine echte Herausforderung für unsere Spieler. Sie lösen diese aber gut und stehen auf einem gesicherten Mittelfeldplatz.

SE: Hat es vor Saisonbeginn Umbrüche in den Mannschaften gegeben?

BK: Da die Teams immer eine Altersstufe aufrücken, bleibt der Stamm der Vorjahresmannschaft immer zusammen und erhalten. Dieser Stamm wird mit Spielern ergänzt, die die Qualität der Mannschaft erhöhen. Ein ganz normaler Prozess im NLZ. Daher kann man in keiner Mannschaft von einem riesigen Umbruch sprechen.

SE: Sind Mannschaften bisher hinter den Erwartungen geblieben?

BK: Wir haben natürlich den Anspruch, wenn möglich, mit der U19 und U17 in die Bundesliga aufzusteigen. Beide Teams haben in ein bis zwei Spielen unnötig Punkte liegen gelassen, befinden sich aber weiterhin in der Spitzengruppe ihrer Liga, sodass hier weiterhin alles möglich ist. Es geht vor allem auch darum, unsere Talente weiterzuentwickeln, gepaart mit dem bestmöglichen sportlichen Mannschaftserfolg. Daher kann man nicht davon sprechen, dass Teams bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

SE: Inwiefern macht sich das zweite Bundesliga-Jahr der ersten Mannschaft im Jugendbereich bemerkbar?

BK: Der Erfolg und die Bundesligazugehörigkeit der Profis sind natürlich eine riesige Hilfe für uns. Wir werden inzwischen als Verein und auch als NLZ ganz anders wahrgenommen. Das hilft uns natürlich bei der Verpflichtung von Spielern als auch dabei, die eigenen Talente zu halten. Letztlich wäre auch der Neubau des NLZs ohne die Aufstiege der Profis in dieser Form nicht möglich gewesen.

SE: Sie haben den Neubau des NLZs angesprochen. Worin liegen die Vorteile des neuen Standortes an der Kranichsteiner Straße und gibt es Nachteile?

BK: Aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile deutlich. Der Umbau in dieser Form, wie er an der Kranichsteiner Straße entstanden ist, wäre aufgrund der räumlich extrem beengten Möglichkeiten am und um das Stadion herum nicht möglich gewesen. Die infrastrukturellen Erweiterungen des NLZs waren aber essentiell wichtig und grundlegend, um wettbewerbsfähig sein zu können. Es ist für uns ein riesiger Schritt nach vorne, gerade was die Struktur mit Büros, Lern, Physio- und Krafträumen betrifft, die wir am neuen Standort nun vorfinden. Es ist natürlich immer schön, wenn sich das NLZ in räumlicher Nähe zu den Profis befindet, aber der intensive Austausch findet nach unserem Umzug natürlich auch weiterhin statt.

SE: Vielen Dank für das Interview, Herr Kopper, und weiterhin viel Erfolg für die Nachwuchsmannschaften!