Inspiration

ab 3.10. | Schnitt Schnitt

Collagen in der Kunsthalle

Die Herstellung der ersten Papiers collés, die Georges Braque und Pablo Picasso um 1912 entwickelten, gilt als die Geburtsstunde der Collage – eine der wirkmächtigsten künstlerischen Innovationen der Klassischen Moderne. Wo steht die Collage, als ein Kind der Moderne, heute?

Dieser Frage geht die Gruppenausstellung Schnitt Schnitt in der Kunsthalle Darmstadt nach, indem sie Arbeiten von Collage-Pionieren wie Alfred Nungesser und Jiri Kolár den Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler gegenüberstellt, deren Collagen sich jedoch kaum mehr geradlinig auf die klassischen westlichen Pioniere zurückführen lassen. Nazgol Ansarinia orientiert sich beispielsweise an iranischen Spiegelmosaiken und rückt damit die prinzipielle Unabgeschlossenheit kunsthistorischer Narrative in den Blick.
Gemeinsam ist den Positionen, dass sie das Grundprinzip von Schneiden und Zusammensetzen weiterdenken. Die Künstler begreifen die Collage als Phänomen der Wahrnehmung oder erweitern sie in den Raum hinein.

Ausstellende Künstler:
Es werden etwa 70 Werke von Nazgol Ansarinia, Martin Brüger, Raphael Danke, Ulrich Horndash, Jiri Kolár, Eoin Mc Hugh, Radenko Milak & Roman Uranjek, Alfred Nungesser, Annegret Soltau, Alexander Tillegreen und Dziga Vertov gezeigt.

Di–Fr 11–18 Uhr | Do 11–21 Uhr | Sa / So 11–17 Uhr | Sonderöffnungstag: 3.10.16 | Eintritt 6/4 Euro
• Kunsthalle Darmstadt | Steubenplatz 1 | Darmstadt | Tel. 0 61 51 - 89 11 84
www.kunsthalle-darmstadt.de