Inspiration

444 Seiten ergreifende Vatersuche

Berührende Familiengeschichte

Der Libanon wurde durch einen jahrelangen Bürgerkrieg und als Krisenherd bekannt. In diesem Buch spielt das kleine Land im Nahen Osten eine Hauptrolle. Der deutsch-libanesische Poetry-Slammer Pierre Jarawan erzählt darin die Geschichte von Samir. Als Sohn libanesischer Bürgerkriegsflüchtlinge wächst er in Deutschland auf. Sein Vater verschwindet 1992, seine Mutter stirbt Jahre später, die kleine Schwester kommt zu Pflegeeltern – Samir bleibt traumatisiert zurück. Als junger Mann reist er in den Libanon, um seinen Vater zu suchen. Er folgt den wenigen Spuren, die der große Geschichtenerzähler hinterlassen hat in einem Land, das ihm fremd und doch vertraut ist. Faszinierend einfühlsam berichtet Jarawan vom Weglaufen und Ankommen und von Flüchtlingsschicksalen – das geht gerade in diesen Zeiten gewaltig unter die Haut.

Pierre Jarawan | Am Ende bleiben die Zedern | Berlin Verlag | 22 Euro