Inspiration

4.2. | Folk-Rock Doppelpack im Theater Mobile

Zum Folk-Rock Doppelkonzert sind die Sons of Settlers aus Südafrika und die Potsdamerin Julia Toaspern angesagt:

Sons of Settlers

Aufgebrochen in Südafrika ist die Band mittlerweile im deutschen Sprachraum durch ausgedehnte Touren bergauf und bergab bekannt geworden. Zwei Jahre ist es her, dass sie das Projekt Europa angeschoben haben, und es hat ihnen so gut gefallen, dass sie es kaum mehr beenden möchten. Viel lieber immer noch einen Schritt mehr in die eingeschlagene Richtung gehen. Es ist auch eine Frage der Vergänglichkeit, mit der sich Gerdus Oosthuizen und Le-Roi Nel beschäftigten, als sie sich den Bandnamen Sons of Settlers gaben. Die Frage, woher jemand kommt, erscheint vielen Ewiggestrigen wichtiger als jene, wohin jemand geht. Dabei ist das Ziel dasjenige, was den Weg mindestens genauso bestimmt wie die Voraussetzungen und der Startpunkt, von dem aus man sich losbewegt.

So bringen die Südafrikaner afrikanische Rhythmen mit Folk-Harmonien zusammen und erschaffen so ihr Vermächtnis. Zu zweit im Studio, live von weiteren Musikern unterstützt, bekämpfen sie das Langweilige Easy Listening, das viel zu schnell vorbeizieht. Sie überlassen der Welt etwas, fügen etwas hinzu. Dieser Versuch ist aller Ehren wert. Vielleicht ist das auch eine der Fragen, die sich die Sons of Settlers selbst jederzeit stellen: Warum nicht neues Land besiedeln? Weil es keinen Flecken Erde gibt, der nicht schon entdeckt wurde, könnte ihnen entgegnet werden. Doch es gibt eine Alternative: Bereits erschlossene Flecken Erde önnen immer wieder neu entdeckt werden.

So trägt der Läufer, der die Fackel übernimmt, Verantwortung und Konsequenz zugleich. Trägt sich ein in ein Buch, das er nicht begonnen hat. So könnte man sagen, dass jeder Berliner lebt wie ein Zugezogener, selbst jene, die schon seit Generationen da sind, weil sich diese Stadt jederzeit verändert, niemals still steht. Aus Kommen und Gehen wird hier schnell Nehmen und Geben. Die Sons of Settlers sind gekommen, um zu geben!

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Julia Toaspern

Die gebürtige Potsdamerin Julia Toaspern war zuletzt viel als Straßenmusikerin in Dublin, London, New York und Berlin unterwegs, hat auf Kuba gespielt, in New York City aufgenommen – doch zu Hause gefühlt hat sie sich in den schottischen Highlands, wo sie neben dem Musizieren Schafe hütet, Ziegen melkt und sich von der Klarheit inspirieren lässt – auch bei Nebel.

Und so, wie sie selbst in ihren Songs vom Reisen singt und auf Reisen geht, nimmt sie auch ihre Zuhörer auf eine Reise mit – ein Abend voller Songs und Tunes. Julias eigener »Folk« mischt sich mit irischen, schottischen und amerikanischen Wurzeln, mit einer lebendigen Abwechslung von Lust und Sehnsucht.

Auf ihrem neu erschienenen Album “Penny” sind sowohl Fiddle- und Banjo-Klänge zu hören, als auch E-Gitarre und Beatbox, Schlagzeug, Kontrabass und Querflöte.

Live begeistert die Kombination aus melodiösen Saitensprüngen und groovenden Rhythmen

– solo mit Gesang, Gitarre, Geige und Banjo

– im Trio erweitert durch Clemens Müller an der Gitarre und Samuel Dette an Bass und Percussion

Radio Fritz hat sie im Format Unsigned überzeugt, bei detektor.fm war sie Künstlerin des Monats – 2015 stehen Julia Toaspern und ihre Band vor der ersten gemeinsamen CD-Produktion.

“Sie hat eine Stimme wie klares Wasser – erfrischend, wohltuend, einfach schön. Fesch und unbefangen präsentiert sie uns, begleitet von ihrer “Einmannband”, dem exzellenten Gitarristen und Flötisten Brian Haitz, eine eigene Melange aus Irish Folk und Jazz. Ihre Songs klingen nach Ferne und gehen doch so nah – erzählen von der Liebe, von Sehnsucht, vom Gehalteneren. Julias (…) unverwechselbarer Stil, ihr musikalisches Können, vor allem aber ihre herzgewinnende Art machen ihr Konzert zu einem besonderen Erlebnis: Eine wunderbare Begegnung, die lange noch nachklingen will.“ – Lars Steitz, Die Buchbar, Dresden

20 Uhr | Theater Mobile | Zwingenberg | Eintritt 15 Euro | Karten: CopyshopZwingenberg Tel.: 06251 -770 7660 oder per mail: theater@mobile-zwingenberg.de