Inspiration

30.11.2020 – 11.3.2021 | Vom Vertrag zum Vertragen

Ausstellung Deutsches Polen-Institut Darmstadt

Das Deutsche Polen-Institut und die deutsch-polnischen Beziehungen

Ausstellung im Deutschen Polen-Institut, Residenzschloss Darmstadt, Eingang vom Karolinenplatz
Vernissage am 30. November 2020 um 17.30 Uhr im Deutschen Polen-Institut und live online auf der Facebook-Seite:
www.facebook.com/deutschespoleninstitut/

Am 7. Dezember 2020 jähren sich der Kniefall Willy Brandts und die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags zum 50. Mal. Anlass genug für eine eigene Ausstellung zum Thema deutsch-polnische Beziehungen – zumal auch das Deutsche Polen-Institut selbst mit seinem 40. Geburtstag ein rundes Jubiläum feiert.

Als Bundeskanzler Willy Brandt an einem grauen Dezembertag des Jahres 1970 nach Warschau reiste, begann eine neue Zeit – symbolisch durch seinen Kniefall vor dem Denkmal für die Helden des Ghettos, und faktisch durch die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags. Es folgten Jahre der vorsichtigen Annäherung, des beginnenden Brückenbaus zwischen zwei Staaten, die sich seit dem Krieg nur wenig kennengelernt hatten: Die Gesellschaften lernten sich zu vertragen.

Auch als Karl Dedecius im Jahre 1980 die Tür zum Haus Olbrich öffnete, einer Jugendstilvilla auf der Darmstädter Mathildenhöhe, um sein neues Reich in Besitz zu nehmen – das Deutsche Polen-Institut, begann eine neue Zeit. Zum ersten Mal bewies ein deutscher Staat durch die auf Dauer angelegte Gründung eines Instituts, dass es ihm mit der Annäherung mit Polen ernst ist. Die Vermittlungsarbeit, die Dedecius und sein Team seit 1980 leisteten, hat einen gleichermaßen symbolischen wie faktischen Wert und bringt beide Gesellschaften Schritt um Schritt einander näher.

In unserer Ausstellung zeichnen wir die beiden Zeitspannen nach – 50 Jahre seit Kniefall und Verträgen, 40 Jahre seit der Gründung des DPI.
Ein halbes Jahrhundert für den deutsch-polnischen Dialog. Sozusagen „vom Vertrag zum Vertragen“.

Mehr über das Begleitprogramm zur Ausstellung unter:
www.deutsches-polen-institut.de