Inspiration

26.6. | Spiele aus allen Kontinenten

Während in Frankreich noch der Ball rollt, richtet Darmstadt schon den Blick nach Brasilien, wo im Sommer die Olympischen Spiele ausgetragen werden: Unter dem Motto „Spiele aus allen Kontinenten“ ist das Programm des 38. Sport- und Spielfestes so bunt und vielfältig wie die Menschen aus allen Teilen der Welt, die in unserer Mitte leben.

Das Fest steht ganz im Zeichen der Inklusion: Wenn sich am 26. Juni der Herrngarten wieder in ein vielseitiges, sportliches Areal verwandelt, werden auch geflüchtete Menschen als Helfer und Teilnehmer dabei sein. Eine besondere Attraktion ermöglicht Merck: Die „Welle von Rio“ ist eine gigantische Hüpfburg. Sie bewegt sich durch eine spezielle Lufttechnik auf und ab und dürfte für viel Bewegungsfreude bei jungen Besuchern sorgen.

Merck ist sowohl Mitveranstalter wie Hauptsponsor des beliebten Breitensport-Festes, zu dem wieder bis zu 15.000 Besucher erwartet werden. Merck organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit dem Sportamt der Stadt Darmstadt und dem Sportkreis Darmstadt-Dieburg. Dirk Sulzmann, bei Merck für Sponsoring verantwortlich, betrachtet das Fest als wichtigen Baustein des gesellschaftlichen Engagements von Merck in der Region: „Bewegung ist eine wichtige Voraussetzung, um sich wohl zu fühlen und gesund zu bleiben. Das fördern wir im Unternehmen mit unserer Betriebssportgemeinschaft und vielen Gesundheitsaktionen. Und in unserer Nachbarschaft unterstützen wir zahlreiche Breitensportaktivitäten.“

Bürgermeister und Sportdezernent Rafael Reißer wird die Veranstaltung gemeinsam mit Vertretern des Sportkreises und von Merck um 11:30 Uhr eröffnen. „Dieses Jahr legen wir besonderen Wert darauf zu zeigen, welche hohe Integrationskraft der Sport hat und wie auch erst vor kurzem nach Darmstadt geflüchtete Menschen an dem Fest im Herrngarten beteiligt werden können. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Spaß, das friedliche Miteinander und gegenseitiges Kennenlernen durch Sport und Spiele“, sagt Reißer.

In der Zeit von 11 bis 17 Uhr können in elf Spielbereichen an rund 80 Stationen Sportarten und Spiele ausprobiert werden. Rund 50 Sportvereine aus Stadt und Region stellen sich vor. Acht Vereine sind erstmals dabei: Die Cobi-Golfer von Rot-Weiß Groß-Umstadt kombinieren Minigolf mit Krocket. Die Darmstädter Jugger „Pink Pain“ stellen ihre ungewöhnliche Mischung aus Rugby, American Football und Fechten vor. Neu sind auch der CVJM Eberstadt mit Straßenhockey, der VDK Sozialverband mit einem „Barriere Frei Parcours“, der mit Sehbehinderungsbrille und Kopfhörer zu bewältigen ist, sowie die Cheerleader von SKV Rot-Weiß Darmstadt.

Die Boulderhalle Studio Bloc in Pfungstadt bietet erstmals gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein Klettern in Absprunghöhe ohne Seilsicherung an einer mobilen Boulderwand an. Zu ausgelassenen Kissenschlachten ruft der Stadtverband Darmstadt der Deutschen Jugendherberge auf. In einem überdimensionalen Etagenbett können sich kleine Besucher friedlich mit flauschigen Schaumstoffkissen austoben. Auch Pferde traben wieder durch den Herrngarten: Der Darmstädter Voltigierverein stellt das Turnen zu Pferd vor und betreibt seine beliebte Ponystation.

Natürlich gehören zum kostenlosen Angebot allerlei Ball- und Rückschlagspiele, Rad- und Rollsportarten, Tanz- und Selbstverteidigungsvorführungen, ein Sinnesgarten, die beliebte „Darmbachwasserrutsche“ sowie Möglichkeiten zum Malen und Gestalten. Der Sportkreis Darmstadt-Dieburg nimmt Teildisziplinen zum Sportabzeichen ab. „Ohne die intensive Mitarbeit der Vereine hätten wir in Darmstadt kein so buntes und hochwertiges Spielangebot. Wir wünschen uns, dass Besucher Anregungen erhalten und sich später einmal den Vereinen anschließen werden“, hofft der Sportkreisvorsitzende Hans-Dieter Karl.

Rund 400 freiwillige Helfer – darunter auch Merck-Mitarbeiter – stellen nicht nur die Sportarten vor und leiten die Teilnehmer an, sondern helfen auch beim Auf- und Abbau der Spielmaterialien und Geräte. Diesmal werden sie dabei von Flüchtlingen unterstützt, die als zusätzliche Helfer im Rahmen von Patenschaften an den Stationen eingesetzt werden. Hier stellen sie teilweise auch Sportarten aus ihren Herkunftsländern vor. So demonstrieren die Spieler des erstmals teilnehmenden SKG Erfelden das in Ländern des Commonwealth beliebte Cricket gemeinsam mit Geflüchteten, die regelmäßig in der Jefferson-Siedlung Cricket spielen.

„Athene auf Weltreise“ nennen die Studierenden des Instituts für Sportwissenschaft der TU Darmstadt ihre Station, die sie im Rahmen eines Projektseminars betreuen. Unter ihrer Anleitung können Spiele für Menschen jeglicher Herkunft wie zum Beispiel „Kubb“, „Sepak Takraw“, „Peteca“ oder „American Gladiator“ ausprobiert werden.

Am Ende wird noch einmal der Blick Richtung Olympia gelenkt: Gegen 16.30 Uhr setzt die „Laola-Welle von Rio“ den fulminanten Schlusspunkt des Festes.

Weitere Informationen zum Sport- und Spielfest finden sich im Internet unter www.darmstadt.de/darmstadt-erleben/sport/sport-und-spielfest.