Inspiration

1700 Jahre – Jüdisches Leben in Darmstadt

05.09. bis 28.11.2021

„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland werden 2021 bundesweit begangen. Der Stadt Darmstadt ist dazu ein groß angelegtes Programm gelungen, an dem nahezu alle Kultur-Institutionen der Stadt beteiligt sind. Berühmte Künstler jüdischer Herkunft wie der Maler Max Liebermann, der Lyriker Paul Celan, der Schriftsteller Jakob Wassermann, die Dichterin Ruth Klüger oder der Architekt Alfred Messel stehen dabei neben dem heute wenig bekannten Brückenbauer zwischen jüdischem und christlichem Leben und Luther-Zeitgenossen Josel von Rosenheim, dem eine eigene Ausstellung nebst Rahmenprogramm gewidmet ist. Eine Fülle von

Vorträgen widmet sich Teilaspekten jüdischer Geschichte und (aktueller) jüdischer Kultur in Darmstadt – auch im Gedenken an die vielen während der NS-Herrschaft ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das Musikprogramm schlägt die Brücke von chassidischer Musik und Klezmer über die Operettenkunst des Komponisten Paul Abraham bis hin zu den Chansons von Karsten Troyke. Der Kulturfonds fördert dieses umfassende Programm, das gleich in mehreren Sparten vielfältige Verbindungslinien aufzeigt, mit großem Respekt und wünscht allen Beteiligten gutes Gelingen!“, so Karin Wolff, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Infos zu den vielfätigen Veranstaltungen finden Sie im Internet unter www.100Tage1700Jahre.de

Hintergrund
Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland feiert 2021 ein besonderes Jubiläum: Seit 1700 Jahren leben Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Viele Städte und Jüdische Gemeinden würdigen dieses Jubiläum mit einem Festjahr, so auch die Stadt Darmstadt. Mit dem Festjahr „100 Tage, 1700 Jahre – Jüdisches Leben in Darmstadt“ wird an bislang verschüttete jüdische Geschichten in und um Darmstadt angeknüpft und jüdisches Leben in Darmstadt noch sichtbarer gemacht. Die Beteiligten möchten Interesse für das jüdische Kulturerbe in Darmstadt wecken und damit auch die jüdische Identität stärken. Außerdem wird ein klares Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus gesetzt.