Inspiration

Wo ist meine Tochter?

Vor 18 Jahren wurde Simones Baby entführt, seitdem fehlt jede Spur des sechs Monate alten Säuglings. Bis eines Tages Grace vor Simone steht und behauptet, ihre Tochter zu sein. Lügt sie? Ist sie es wirklich? Dann verschwindet auch Grace. Und Simone setzt alles daran, herauszufinden, was passiert ist – damals und heute.

Simone und Matt sind erst 18 und 21 Jahre alt, als ihre Tochter entführt wird. Die Polizei tappt im Dunkeln, das Baby bleibt spurlos verschwunden. Simone und Matt zerbrechen fast an der Tragödie, durch die Trauer hilft ihnen nur ihre Liebe – und die Hoffnung darauf, dass Helena doch noch am Leben ist. Dann steht eines Tages die achtzehnjährige Grace vor Simone und sagt, sie sei Helena. Einziger Beweis ist ein Kuscheltier, das das Baby damals bei sich trug. Sie habe erst durch die Bemerkung eines Freundes ihrer Mutter erfahren, dass sie nicht deren leibliche Tochter ist. Mit diesem Freund wäre es zum Streit gekommen, sie hätte ihn erschlagen, Simone sei die einzige, die ihr helfen könne. Die schwankt zwischen Zweifel und Hoffnung. Auch wenn sie nicht überzeugt ist, dass Grace ihre Tochter ist, will sie ihr helfen. Ihren skeptischen Mann weiht sie nur teilweise ein. Als Grace auch verschwindet, macht sich Simone gemeinsam mit ihrem besten Freund auf die Suche nach ihr. Was sie dabei aufdeckt, ist mehr als schockierend. Zugegeben: Vorhersehbar ist bisweilen die Handlung, nicht immer überzeugend sind die Aktionen von Simone, der alle Beteiligten allzu bereitwillig Auskunft geben. Aber die Geschichte lebt von der Frage danach, wer Baby Helena entführt hat, und die wird natürlich geklärt. Und das ist durchaus spannend.

Kathryn Croft | Als Grace verschwand | Aufbau Verlag | 14,99 Euro