Inspiration

Wer gute Zähne hat, hat gut lachen

Ein gesundes Gebiss sieht nicht nur schön aus, sondern schützt auch vor vielen Erkrankungen. Denn schadhafte Zähne oder entzündetes Zahnfleisch können den Körper negativ beeinflussen.

Der Grund: Bakterien, die viele Zahn- und Zahnfleischerkrankungen auslösen, können sich über die Mundhöhle im ganzen Körper ausbreiten und dort weitere Entzündungen hervorrufen oder vorhandene Erkrankungen begünstigen und verstärken. Zahnfleischentzündungen, im Fachbegriff Parodontitis, beispielsweise können das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöhen.

Richtige Zahnpflege ist die beste Prävention

Die gute Nachricht: In kaum einem anderen Bereich ist es so effektiv möglich, Erkrankungen vorzubeugen oder sie durch frühzeitiges Erkennen zu stoppen – und das in jedem Lebensalter. Voraussetzung für gesunde Zähne und kräftiges Zahnfleisch ist die Kombination der wichtigsten Prophylaxe-Bausteine: regelmäßige Zahnpflege, jährliche Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt und professionelle Zahnreinigung.

Das können Sie tun

Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mindestens zwei bis drei Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta und zwar mit leicht rüttelnden Bewegungen und mäßigem Druck, um das Zahnfleisch zu schonen. Ein Gespür für den richtigen Druck bekommen Sie, wenn sie auf einer Küchenwaage solange drücken, bis sie 150 Gramm anzeigt. Damit das zahnstärkende Fluorid nicht gleich herausgewaschen wird, sollten Sie mit wenig Wasser nachspülen oder nur kräftig ausspucken. Reinigen Sie Zahnzwischenräume einmal täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Und nicht vergessen, mindestens alle zwei bis drei Monate die Zahnbürste zu wechseln, bei abgenutzten Borsten sofort.

Wahr oder falsch?!

Zähne sollte man sofort nach dem Essen putzen

Säurehaltige Lebensmittel wie Obst, Wein oder Soft-Drinks können den Zahnschmelz aufrauen. Wer dann losschrubbt, kann den Zahnschmelz schädigen. Besser ist es, den Mund erst nur mit Wasser auszuspülen und frühestens nach einer halben Stunde zu putzen.

Zahnfleisch, das nicht blutet, ist gesund

Zahnfleischbluten ist zwar Indiz für Entzündungen und Parodontitis. Allerdings ist Zahnfleisch, das nicht blutet, nicht automatisch gesund. Beispielsweise kann bei Rauchern das Alarmzeichen ausbleiben: Durch Nikotinkonsum verengen sich die Blutgefäße so stark, dass minimale Blutungen leicht zu übersehen sind.

Zucker zerfrisst die Zähne

Zucker schadet den Zähnen, das stimmt. Falsch ist aber die Behauptung, dass er den Schmelz zerfrisst. Denn Zucker greift nicht direkt an, sondern nährt die Bakterienkulturen auf und zwischen den Zähnen. Diese sondern säurehaltige Stoffwechselprodukte ab, die schließlich zu Karies führen können.

 

Drei Tipps für starke ZähneDrei wichtige Infos zu Zahngesundheit
K wie Kalzium: Milchprodukte liefern Kalzium, das den Zahnschmelz stärkt. Besonders gut ist Käse: Er haftet lange an den Zähnen und überzieht sie mit einer kalziumhaltigen Schutzschicht, die Säure neutralisiert.
E wie Esspausen: Naschen Sie wenig zwischen den Hauptmahlzeiten! Zähne brauchen mehrstündige Essenspausen, damit der Speichel seine nützliche Wirkung entfalten und den Zahnschmelz mit stärkenden Mineralien versorgen kann.
K wie KAI-Methode: Nicht nur Kinder sollten nach diesem System putzen: erst Kauflächen, dann Außenflächen und dann Innenflächen. Die Methode ist gut zu merken und schon von drei- bis vierjährigen Kindern erlernbar.
Weiß ist nicht gleich gesund: Zähne haben eine Eigenfarbe, die von den Genen abhängig ist. Wie ein Zahn von außen aussieht, hat nicht zwangsläufig etwas mit seiner Gesundheit zu tun.
Zigaretten sind auch Gift für die Zähne: Bei Rauchern ist das Risiko für eine Parodontitis im Vergleich zu Nichtrauchern dreimal so hoch.
Vorsicht MIH! Bei Kindern tritt immer häufiger eine mangelhafte Mineralisation der Zähne auf: Sie zerbröseln regelrecht. Diese Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist eine Entwicklungsstörung des Zahnes und hat nichts mit Zahnhygiene zu tun. Die Ursachen sind noch ungeklärt, wichtig ist, sofort zum Zahnarzt zu gehen