Inspiration

… was die blöde Versicherung will?

Ralf Hammann von der Zurich versteht sich als Übersetzer des verwirrenden Assekuranz-Sprech.
Bezirksdirektion der Zurich Versicherungen Deutschland
Groß-Gerauer Str. 6a , 64560 Riedstadt,Tel.: 0 61 58 - 71 589
Mail: hammann@zuerich.de

So oder ähnlich fragen die meisten oft, wenn sie mal wieder einen Brief von Ihrer Versicherung bekommen oder nach einer „aufklärenden“ Fernsehsendungen völlig verunsichert sind.
So fragt auch mein Uralt-Freund und Musikerkollege Pippo Russo, Chefredakteur vom VORHANG AUF, mich entnervt ab und an.

Warum fragt er mich?

Weil ich das Versicherungshandwerk von der
Pike auf gelernt habe und vor allem weil er davon ausgeht, dass ich nach 40 Jahren in der Branche auch alle Verwirrungen desselben kenne.
Daraus entstand die Idee, ich könnte ja Versicherungsthemen einfach mal für „Normal-Menschen“ übersetzen. Denn so verstehe ich meinen Beruf … nicht als Verkäufer oder Honorarberater sondern als Übersetzer, als Mittler oder auch Vermittler zwischen der Wahrnehmung der Assekuranz und ihren Juristen, und der Wahrnehmung von „normalen“ Menschen. Dieses Übersetzen will ich auf Pippos Bitte hin versuchen.

Wer Fragen oder Problemfälle hat, kann mich gerne über die Redaktion anschreiben. Nicht der Einzelfall, das wäre unerlaubte Rechtsberatung, aber dann wenn es von allgemeinem Interesse und grundsätzlich ist.

Heute ein ganz kurzer Einstieg aus aktuellem Anlass.
Mofa-Versicherung: Alljährlich wechseln die Schilderfarben und ab 1.3.18 sollten blaue Schilder angebracht sein. Die Mofa-Versicherung ist genau wie die KFZ Versicherung eine Pflichtversicherung, wenn es darum geht, Schäden an anderen abzusichern. Es ist also kein Kavaliersdelikt mit einem alten Schild oder gar ohne herumzufahren. Das ist schlicht fahren ohne Versicherungsschutz und kann auch mal zu einer empfindlichen Strafe bis hin zu Punkten in Flensburg führen.

Nebenbei bemerkt: Sollte das Fahrzeug irgendwann von einem freundlichen Vorbesitzer auf ungeahnte Höchstgeschwindigkeiten getunt worden sein – Finger weg! Frisierte Fahrzeuge haben keine Betriebserlaubnis und damit auch keinen Versicherungsschutz. Die Gesellschaften zahlen zwar, holen sich die Schadensumme in der Regel vom Halter des Fahrzeuges zurück. Ungeachtet der Bußgelder kann das bei Personenschäden empfindlich an den Geldbeutel gehen.
Also Hände weg von frisierten Fahrzeugen.

Ach ja, noch eine Info: Auch bei Mofa´s spielt das Alter des Fahrers eine Rolle. Das heißt aber nicht, dass kein Versicherungsschutz besteht, wenn mal der Enkel fährt. Das bedeutet maximal, dass der Versicherer eine Prämiennacherhebung vornehmen kann. Ok, den Teil des Artikels kann man ja schnell wieder verschwinden lassen, wenn das seither das Schutzschild gegen die Fahrgelüste des Nachwuchses war.