Inspiration

Theaterdurst – Herr Beck und die Höllenlimonade

Der Anfang einer Trilogie – Stefan Benz hat ein Buch geschrieben

Das Leben eines alternden Theaterkritikers, der – auch nebenbei in seinem kleinen Weinhandel – für die Werte von Anstand und Wahrhaftigkeit steht, wird hier amüsant beschrieben. Benz stellt in „Theaterdurst“ in griffiger Schreibe den verschrobenen Zeitungskritiker Justus Beck ins Rampenlicht, der mit den übergriffigen Auswüchsen der „modernen Medien“ im Kulturkampf liegt.
Die Personen, die auftreten, sind plastisch real, wie satirisch überzogen, ernüchternd lebensnah und wirken gleichzeitig, wie einer schillernden Traumwelt entsprungen. Seite für Seite taucht man immer tiefer in die sich wandelnde Zeitungswelt und in die intrigante Welt des Theaters ein. Skandal, Täuschungen, mögliche Klärung und Verirrung … und gar nicht so überzogen!
Und nebenbei erklärt Stefan Benz unkonventionell und lebensnah Bühnen-Klassiker auf ganz einfache Weise und lässt den Roman immer mehr in einen Krimi münden. Die satirischen Bezüge zum sich schnell verändernden Zeitungsalltag, zum heute oft dahin schlingernden Theaterbetrieb sind frappierend.

Stefan Benz ist ein sehr guter Beobachter, ein ausgewiesener Fachmann für Theater und Film. Redakteur beim Darmstädter Echo. Er schreibt aussagekräftige Kritiken. Es ärgert mich, dass er erst jetzt angefangen hat, Bücher zu schreiben. Mit 230 Seiten ist die Story lang genug, um sich wunderbar darin zu verlieren und gerade darum fast ärgerlich kurz. Zum Glück ist der Nachschub schon angekündigt.

„Theaterdurst – Herr Beck und die Höllenlimonade“ ist herrlich gelungene Unterhaltung. Der Roman ist der erste Teil einer Trilogie und macht unbändig Lust auf Teil zwei und drei.
Pippo Russo

Tipp: Beste Urlaubslektüre | ISBN: 978-3-7482-6294-7 | 10,99 Euro