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Spieletipp | The River

Im immer internationaler werdenden Spielemarkt werden auch bei deutschsprachigen Ausgaben immer seltener die Titel übersetzt. Es wird schon jeder wissen, dass „river“ Fluss bedeutet.

Die Spieler sind Siedler, die an einer neuen Küste landen. Stück für Stück erschließt man einen Flusslauf von der Mündung flussaufwärts. Es werden Landschaftsplättchen gelegt, die Produktionsfelder für die Rohstoffe Lehm, Steine und Holz anzeigen oder Scheunen für die Lagerung. Außerdem gibt es noch einige Felder mit Sonderaktionen oder Bonuspunkten für die Schlusswertung. Wie man die Landschaften auslegt, ist auch wichtig, denn gleiche Landschaften in einer Spalte bringen am Ende Siegpunkte.

Um Aktionen durchführen zu können hat jeder Spieler vier Kundschafter, ein fünfter kommt später hinzu. Wer an der Reihe ist, setzt einen Kundschafter auf einem Aktionsfeld ein. Man kann Landschaftsplättchen nehmen und am Fluss anlegen, Rohstoffe produzieren, Nahrung nehmen, Gebäude reservieren und Gebäude bauen, neuer Startspieler werden oder zwei Plättchen vertauschen. Gebäude bringen die meisten Siegpunkte und wer früh baut, bekommt auch noch Bonuspunkte dazu. Es ergibt sich ein spannendes Wettrennen um Rohstoffe und Gebäude. Dabei muss man immer beobachten, was die Mitspieler so planen.

The River ist, wie man das von Days of Wonder gewöhnt ist, wunderbar illustriert und sehr gut ausgestattet. Die Regeln lassen keine Fragen offen. Zu empfehlen ist das Spiel für Familien mit älteren oder spielerfahreneren Kindern.
Michael Blumöhr

„The River“ von Sébastien Pauchon und Ismaël Perrin | Days of Wonder
2-4 Spieler ab 8 Jahre