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Spieletipp | The Rise of Queensdale

Es wird Herbst und damit abends wieder früher dunkel. Da kann man sich auch mal einem spielerischen Großprojekt zuwenden. „The Rise of Queensdale“ ist ein sogenanntes Legacy-Spiel. Dabei verändert sich das Spiel von Partie zu Partie: Spielmaterial wird verändert, neue Spielelemente kommen hinzu oder andere fallen wieder weg. Die einzelnen Partien verbinden sich zu einem Gesamterlebnis, das man vielleicht am ehesten mit einer fortschreitenden Fernsehserie vergleichen kann.

Das Tal von Queensdale hat ein gesundes Klima, das dort viele Kräuter wachsen lässt. In dieser Umgebung sind die Spieler aufgerufen ein neues Schloss für die kranke Königin zu bauen. Jeder ist für ein Viertel des Schlosses verantwortlich, man fördert Rohstoffe, baut eine kleine Siedlung auf, stellt Arbeiter und Spezialisten ein. Der Kundschafter sammelt Kräuter und hilft damit dem Baufortschritt. Das alles wird mit Hilfe von Aktionswürfeln gesteuert. Auch die Würfel lassen sich im Laufe der Partien verändern und verbessern. Die Glücksritter haben nicht nur mit dem gegenseitigen Ehrgeiz zu kämpfen. Sie müssen schwerem Unheil trotzen, heikle Naturereignisse meistern und die unsteten Launen des Königs hinnehmen, zum Beispiel in Form einer willkürlichen Steuer. Daher gilt es, mutig, weise und besonnen zu handeln, denn alle Taten werden Folgen haben. So schreitet man von Epoche zu Epoche bis ein Spieler die letzte gewonnen hat. Bis dahin hat man ein einzigartiges Spielerlebnis, dessen Spannung auch davon lebt, dass man nicht genau weiß, was in der nächsten Partie passieren wird. Das Schöne dabei: der Einstieg ist mit recht wenigen Regeln einfach und die einzelnen Partien sind recht kurz.
Michael Blumöhr

„The Rise of Queensdale“ von Inka und Markus Brand, alea/Ravensburger, 2-4 Spieler ab 12 Jahre