Inspiration

SPIELETIPP | Just One

Nominiert zum Spiel des Jahres 2019

Der Titel bringt es auf den Punkt, jeder darf nur genau einen Begriff aufschreiben. Wozu?

Bei diesem kooperativen Party-Spiel geht es (wieder mal) ums Raten von Begriffen. Allerdings nicht im Wettstreit, sondern die gesamte Spielrunde soll möglichst viele der 13 geheimen Wörter erraten. Die liegen als zufällige Karten als Stapel in der Mitte. Rundum werden alle Beteiligte in die Rolle des Ratenden schlüpfen. Man zieht eine Karte und ohne sie anzuschauen wird sie für die Mitspieler sichtbar aufgestellt. Eine Zufallszahl wählt den zu ratenden Begriff aus. Die Mitspieler sind die Tippgeber. Jeder schreibt geheim genau einen Begriff auf, der als Hinweis dienen soll. Doch Achtung: bevor man sie zu sehen bekommt, müssen gleiche Begriffe wieder entfernt werden. Allzu naheliegende Hinweise sind also nicht von Vorteil, da heißt es kreativer sein, vielleicht auch mal um die Ecke denken, in der Hoffnung, dass die Kombination aller Hinweise zu einem Ergebnis führt: Altweiberfastnacht, Banker, Seide, Knoten. Erraten?
Wer raten muss ist manchmal auf den ersten Blick ratlos ob der unterschiedlichen Angebote, doch meist macht es irgendwann klick und es wird richtig geraten. Bevor es daneben geht, kann man aber auch auf einen Rateversuch verzichten, denn Fehlversuche kosten einen Strafpunkt. Am Ende kann man sein Ergebnis auf einer Punktetabelle ablesen. Für manche mag es Ansporn sein, „Wow, gar nicht mal so schlecht!“ zu übertreffen, die Erfahrung zeigt aber, dass bei diesem Spiel der Spaß eindeutig im Vordergrund steht. Auch wenn man schon zu dritt anfangen kann, sind größere Runden für mehr Spielspaß zu empfehlen.
Michael Blumöhr

„Just One“ von Ludovic Roudy & Bruno Sautter, Repos/Asmodee, 3-7 Spieler ab 8 Jahre