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Spieletipp | Die Quacksalber von Quedlinburg

Das „Kennerspiel des Jahres“ soll Spiele für Leute herausstellen, die schon einige Spiele kennen und sich so leichter die Regeln aneignen können. Dabei wird es nicht wirklich komplex, und der diesjährige Preisträger ist ein schönes Beispiel dafür.

Die Quacksalber brauen aus unterschiedlichen Zutaten wie Kürbis, Spinnenbeinen, Alraunen und ein bisschen Todeshauch seltsame Tränke. Damit soll wohl vom Hühnerauge bis zum Hexenschuss alles kuriert werden können. Alle Zutaten und eine gute Menge Knallerbsen hat jeder Spieler in seinem Beutel. Nach und nach zieht man eine Zutat nach der anderen aus dem Beutel und legt sie in den Kessel, wodurch das entstehende Gebräu immer wertvoller wird. Die Spannung steigt allerdings mit jeder Knallerbse, die in den Kessel wandert, denn werden es zu viele, explodiert der Kessel und das Ergebnis ist deutlich unbrauchbarer. Rechtzeitig aufhören oder doch dem Zufall ein Schnippchen schlagen? Je wertvoller der Trank am Ende der Runde ist, desto mehr Punkte gibt es und desto mehr neue und wertvollere Zutaten können in den eigenen Sack wandern. Wer hört da schon gerne frühzeitig auf? Manche Zutat hat sogar noch zusätzliche Effekte, die in verschiedenen Zauberbüchern aufgezeichnet für Abwechslung in verschiedenen Partien sorgen. Dieser besondere Wiederspielreiz überzeugte auch die Jury „Spiel des Jahres“, die es als „Kennerspiel des Jahres 2018“ auszeichnete.

Michael Blumöhr

„Die Quacksalber von Quedlinburg“ von Wolfgang Warsch, Schmidt Spiele, 2-4 Spieler ab 10 Jahre, ca. 45 min. Kennerspiel des Jahres 2018