Inspiration

Neu im Staatstheater Darmstadt im Oktober

So. 7.10. | 2666

Roberto Bolaño wird von der Süddeutschen Zeitung als einer der „größten Erzähler der Weltliteratur“ bezeichnet. Sein posthum veröffentlichtes monumentales Meisterwerk „2666“ rechtfertigt diese Einschätzung nicht zuletzt aufgrund seines kühnen Anspruchs. Anhand der realen Frauenmordserie in Nordmexiko in Ciudad Juarez beschäftigt sich der Riesenroman mit nichts Geringerem als dem dunklen Herz der Globalisierung. Dieses wird in fünf lose miteinander verbundenen Teilen umkreist – Geschichten von Rassismus, Ausbeutung und Mord schwirren durch diesen fabulierenden, brillanten Text ebenso wie eine zunehmend groteske literaturwissenschaftliche Detektivarbeit.

20 Uhr | Kammerspiele | ab 10,50 Euro | weitere Vorstellung am 13.10.

Sa. 27.10. | Die Zauberflöte

Ein junger Mann wird von einer Schlange verfolgt, fällt in Ohnmacht, trifft auf den Vogelmenschen Papageno, verliebt sich angesichts eines Bildes und verspricht der aus Gewitterwolken erscheinenden Mutter der Dargestellten, ihre Tochter aus den Händen eines Bösewichts zu befreien… Eindeutig ein Märchen, oder? Doch Mozarts „Zauberflöte“ ist mehr als ein Märchen mit volkstümlichen Figuren. Die auf den ersten Blick so einfache Geschichte kann ebenso als freimaurerisches Ideendrama, Parabel auf das Erwachsenwerden oder als theatraler Initiationsritus gelesen und präsentiert werden. Niemals büßt sie jedoch ihre unmittelbare Wirkung ein. So ist die „Zauberflöte“ Welt-Theater im besten Sinne: eine Gelegenheit für Jung und Alt zur Welterfahrung mit den Mitteln des Theaters.

19 Uhr | Großes Haus | Eintritt ab 15 Euro | weitere Vorstellungen am 10.11. und 16.11.